Die Klassen im Überblick
Kärcher sortiert seine Haushalts-Hochdruckreiniger in Klassen von K 2 bis K 7. Die Zahl legt Druck, Fördermenge, Flächenleistung und Motorleistung fest. Innerhalb einer Klasse liefern die Netzgeräte dieselben Werte, egal ob Classic, Power Control oder Comfort Premium. Abweichungen gibt es bei Sondermodellen wie dem akkubetriebenen K 2 Battery mit 340 statt 360 l/h.
| Klasse | Druck max. | Fördermenge max. | Flächenleistung | Leistung | Zulauf max. | Gewicht ohne Zubehör |
|---|---|---|---|---|---|---|
| K 2 | 110 bar | 360 l/h | 20 m²/h | 1,4 kW | 40 °C | 3,4 bis 4,2 kg |
| K 3 | 120 bar | 380 l/h | 25 m²/h | 1,6 kW | 40 °C | 3,6 bis 4,4 kg |
| K 4 | 130 bar | 420 l/h | 30 m²/h | 1,8 kW | 40 °C | 4,6 bis 12,4 kg |
| K 5 | 145 bar | 500 l/h | 40 m²/h | 2,1 kW | 40 °C | 5,6 bis 13,3 kg |
| K 6 | 160 bar | 510 l/h | 50 m²/h | 2,2 kW | 40 °C | 6,3 bis 13,8 kg |
| K 7 | 180 bar | 600 l/h | 60 m²/h | 3,0 kW | 60 °C | 17,1 bis 18,8 kg |
Die Werte stammen aus den Kärcher-Datenblättern, die Gewichtsspanne reicht vom leichtesten zum schwersten Netzgerät der Klasse unter den ausgewerteten Modellen. Die Spanne innerhalb einer Klasse ist teils groß. Ein K 4 Classic wiegt 4,6 kg, ein K 4 Comfort Premium mit Schlauchtrommel und wassergekühltem Motor 12,4 kg.

Auffällig ist, wie ungleich die Werte wachsen. Der Druck steigt vom K 2 zum K 7 um 64 Prozent, die Fördermenge um 67 Prozent, die Flächenleistung aber um 200 Prozent. Die großen Klassen schaffen also deutlich mehr Fläche pro Stunde, als der Druck allein vermuten lässt.
Klasse und Reihe: was der Name verrät
Ein Kärcher-Name besteht aus zwei Teilen: der Klasse (K 2 bis K 7) und der Reihe bzw. dem Ausstattungszusatz. Die Reihe ändert nichts an Druck und Flächenleistung, wohl aber an Bauform, Motor und Zubehör.
| Reihe | Was sie auszeichnet | In den Klassen |
|---|---|---|
| Classic | kompakte Bauform mit Teleskopgriff, einfache Ausstattung | K 2 bis K 5 |
| Horizontal | liegende Bauform, flach und leicht | K 2, K 3 |
| Universal Edition | Einstiegsausstattung, beim K 2 ohne Vario Power Jet | K 2 (früher auch K 4) |
| FJ | „Foam Jet“: Schaumdüse samt Autoshampoo im Lieferumfang | K 2 bis K 5, K 7 WCM FJ |
| Power Control | Kärcher Home & Garden App, ab K 3 Pistole mit Druckanzeige | K 2 bis K 5 |
| WCM | Water Cooled Motor, also wassergekühlter Motor | K 4, K 5, K 7 |
| Comfort Premium | wassergekühlter Motor, Schlauchtrommel, Pistole G 180 Q COMFORT!Hold | K 4 bis K 7 |
| Battery | 36-V-Akku statt Netzkabel | K 2 |
Wer zwei Geräte vergleicht, sollte darum zuerst auf die Klasse schauen und dann auf die Reihe. Ein K 5 FJ und ein K 5 Comfort Premium reinigen mit denselben 145 bar und 40 m²/h, der Comfort Premium ist aber mehr als doppelt so schwer und bringt Schlauchtrommel und wassergekühlten Motor mit.
Unterschied K 2 und K 3
Zwischen den beiden Einstiegsklassen liegen auf dem Papier nur 10 bar und 20 Liter pro Stunde. Die Flächenleistung steigt von 20 auf 25 m²/h, die Motorleistung von 1,4 auf 1,6 kW. Im Gewicht unterscheiden sich die Geräte kaum.
Spürbarer ist der Unterschied bei der Ausstattung gleichnamiger Reihen:
| Merkmal | K 2 Power Control | K 3 Power Control |
|---|---|---|
| Druck | 20 bis 110 bar | 20 bis 120 bar |
| Fördermenge | 360 l/h | 380 l/h |
| Hochdruckschlauch | 5 m | 7 m |
| Pistole | G 135 Q ohne Anzeige | G 120 Q Power Control mit Anzeige |
| Gewicht ohne Zubehör | 4,0 kg | 4,4 kg |
Bei den FJ-Modellen bekommt der K 3 FJ den Vario Power Jet mit stufenloser Druckregelung, der K 2 Premium FJ ein einfaches 1-fach-Strahlrohr. Für Fahrrad, Auto und Gartenmöbel reichen beide Klassen. Wer gelegentlich Platten oder eine kleine Terrasse reinigen will, hat mit dem K 3 etwas mehr Reserve.
K 4 und K 5: die Klassen für Terrasse und Einfahrt
Ab dem K 4 steigt die Flächenleistung auf 30 m²/h, beim K 5 auf 40 m²/h. Gleichzeitig beginnt hier die Auswahl an Motorbauarten. Der K 4 gibt es als kompakten Classic mit 4,6 kg, als FJ, als WCM mit wassergekühltem Motor, als Power Control Flex und als Comfort Premium mit Schlauchtrommel. Dieselbe Bandbreite bietet der K 5.
Zwei Unterschiede zum K 2 und K 3 sind für viele Käufer wichtig:
- Wassergekühlter Motor. Bei den Reihen WCM, Power Control Flex und Comfort Premium nimmt das zulaufende Wasser die Wärme des Motors auf, bevor es in die Pumpe fließt. Kärcher wirbt beim K 5 WCM mit einer doppelt so langen Lebensdauer wie bei vergleichbaren Geräten mit Universalmotor.
- Saugbetrieb. Laut Kärcher-FAQ dürfen die Klassen K 4 und K 5 mit dem Saugschlauch SH 5 aus Regentonne oder Teich ansaugen, die netzbetriebenen K 2 und K 3 nicht. Die maximale Ansaughöhe liegt bei 0,5 Metern.
Beim K 5 kommt das Aluminium-Pumpengehäuse dazu, das Kärcher für Classic, FJ, WCM und Comfort Premium ausweist. Für den K 4 nennt Kärcher kein Pumpenmaterial.
Hinter derselben Leistungsklasse können verschiedene Antriebe stecken. Beim K 4 sind es drei, wie die Teilelisten im Ratgeber zu den Kärcher K4 Ersatzteilen zeigen.
K 6 und K 7: die großen Klassen
Der K 6 liefert 160 bar und 50 m²/h. Im Sortiment stehen der K 6 Flex mit 6,3 kg und der K 6 Comfort Premium mit wassergekühltem Motor und Schlauchtrommel (13,8 kg). Der K 7 ist mit 180 bar, 600 Litern pro Stunde und 60 m²/h die stärkste Klasse für den Haushalt und braucht 3,0 kW.
Als einzige Klasse verträgt der K 7 laut Kärcher Zulaufwasser bis 60 °C, alle anderen höchstens 40 °C. Für den Anschluss an einen Warmwasserhahn ist er damit die einzige Wahl. Echtes Heißwasser über 60 °C liefern nur Heißwasser-Hochdruckreiniger aus dem Profibereich.
Der Preis für die Leistung ist das Gewicht. Der K 7 WCM FJ wiegt 17,1 kg, der K 7 Comfort Premium 18,8 kg, jeweils ohne Zubehör. Für die Treppe ins Obergeschoss oder den Kofferraum ist das ein anderes Gerät als ein K 2 mit 3,4 kg.
Rechenbeispiel: 50 m² Pflaster
Was die Klassen in der Praxis trennt, zeigt eine einfache Rechnung mit Kärchers eigener Flächenleistung. Für eine Fläche von 50 m² ergibt sich:
| Klasse | Flächenleistung | Zeit für 50 m² | Wasser in dieser Zeit |
|---|---|---|---|
| K 2 | 20 m²/h | 150 min | rund 900 l |
| K 3 | 25 m²/h | 120 min | rund 760 l |
| K 4 | 30 m²/h | 100 min | rund 700 l |
| K 5 | 40 m²/h | 75 min | rund 625 l |
| K 6 | 50 m²/h | 60 min | rund 510 l |
| K 7 | 60 m²/h | 50 min | rund 500 l |
Die Rechnung nimmt die Herstellerangaben beim Wort und setzt Dauerbetrieb mit maximaler Fördermenge an. In der Praxis reinigst du mit Pausen und je nach Schmutz langsamer. Die Tendenz bleibt. Die größeren Klassen brauchen für dieselbe Fläche weniger Zeit und weniger Wasser, weil sie die Fläche schneller schaffen, als ihre Fördermenge wächst.
Welche Klasse für welche Aufgabe
Aus Flächenleistung, Gewicht und Ausstattung ergibt sich eine grobe Zuordnung:
- K 2 und K Mini (20 m²/h): Fahrrad, Gartenmöbel, Grill, Auto, Balkon. Leicht und schnell verstaut, für Steinflächen eher knapp.
- K 3 (25 m²/h): dieselben Aufgaben mit etwas mehr Reserve, kleine Terrassen und Wege.
- K 4 (30 m²/h): die typische Terrasse, Gartenwege, Auto und Wohnwagen. Ab hier Saugbetrieb aus der Regentonne.
- K 5 (40 m²/h): große Terrassen, Einfahrten, Fassadensockel und regelmäßige Einsätze.
- K 6 und K 7 (50 bis 60 m²/h): viel Pflaster, Hofflächen, Fassaden und häufiger Gebrauch. Der K 7 zusätzlich für warmes Zulaufwasser bis 60 °C.
Für alle Klassen gilt: Viele Ausstattungsfragen lassen sich über Zubehör nachholen. Flächenreiniger, Waschbürsten und Saugschlauch gibt Kärcher klassenübergreifend frei. Strahlrohre und Dreckfräser sind dagegen auf die Druckklasse abgestimmt, etwa der DB 160 für K 4 und K 5 und der DB 180 für K 6 und K 7. Welche Teile genau an den K 4 passen, steht im Ratgeber Zubehör für Kärcher K4.
Ein Gerät je Klasse aus der FJ-Reihe, die es von K 2 bis K 5 und als K 7 WCM FJ gibt, dazu der K 6 Comfort Premium:
Gibt es einen K 1?
Im aktuellen deutschen Sortiment nicht. Die kleinsten Kärcher-Hochdruckreiniger sind der K Mini und die K-2-Reihe, beide mit 110 bar und 20 m²/h. Die Bezeichnung K 1 lebt nur noch in Zubehörfreigaben weiter, etwa beim Saugschlauch SH 5, den Kärcher „für alle Kärcher Hochdruckreiniger der Klassen K 1 bis K 7“ angibt.
Neben den Klassen stehen zwei Sondermodelle. Der K 2 Battery arbeitet mit der 36-V-Akkuplattform, liefert 110 bar und 340 l/h und gehört damit zur K-2-Klasse. Der K Silent ist auf geringe Lautstärke ausgelegt und kommt laut Kärcher auf 30 m²/h, die Flächenleistung der K-4-Klasse.
Fazit: erst die Klasse, dann die Reihe
Die Klasse bestimmt, wie viel Fläche ein Kärcher pro Stunde schafft und mit welchem Druck. Für Auto, Fahrrad und Möbel reichen K 2 und K 3, für die Terrasse ist der K 4 der Einstieg, ab großen Pflasterflächen lohnen K 5 bis K 7. Innerhalb der Klasse entscheidet die Reihe über Gewicht, Schlauchlänge, Druckanzeige und Motorbauart.
Wer häufig und lange reinigt, achtet ab dem K 4 auf einen wassergekühlten Motor (WCM, Power Control Flex, Comfort Premium). Wer ein leichtes Gerät für gelegentliche Einsätze sucht, findet in den Classic- und FJ-Modellen derselben Klasse dieselbe Reinigungsleistung bei einem Bruchteil des Gewichts. Wie viel Druck welche Oberfläche verträgt, steht im Ratgeber Wie viel bar braucht ein Hochdruckreiniger.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kärcher K2 und K3?
Der K 3 liefert laut Kärcher 120 statt 110 bar, 380 statt 360 Liter pro Stunde und 25 statt 20 m²/h Flächenleistung, bei 1,6 statt 1,4 kW. Im Gewicht liegen beide fast gleich, 3,4 bis 4,4 kg ohne Zubehör. Oft größer ist der Unterschied in der Ausstattung: Der K 3 Power Control hat zum Beispiel einen 7-m-Schlauch und eine Pistole mit Druckanzeige, der K 2 Power Control 5 m und keine Anzeige.
Welche Kärcher-Klasse reicht für eine Terrasse?
Für eine typische Terrasse bis rund 30 m² reicht der K 4 mit 30 m²/h Flächenleistung und 130 bar, am besten mit Flächenreiniger. K 2 und K 3 schaffen dieselbe Fläche, brauchen nach Kärchers Flächenleistung aber 20 bis 50 Prozent länger. Ab etwa 50 m² Pflaster oder bei regelmäßiger Reinigung von Einfahrt und Fassade lohnt der K 5 mit 145 bar und 40 m²/h.
Gibt es einen Kärcher K1?
Im aktuellen deutschen Kärcher-Sortiment nicht. Die kleinsten Geräte sind der K Mini und die K-2-Reihe mit je 110 bar und 20 m²/h. Die Klassenbezeichnung K 1 taucht nur noch in Zubehörfreigaben auf, etwa beim Saugschlauch SH 5, den Kärcher für „K 1 bis K 7“ angibt.
Welche Kärcher-Klassen haben einen wassergekühlten Motor?
Erst ab dem K 4, und auch dort nicht jede Reihe. Wassergekühlt sind laut Kärcher die Reihen WCM (Water Cooled Motor), Power Control Flex und Comfort Premium in den Klassen K 4 bis K 7. Für die Classic- und FJ-Modelle von K 2 bis K 5 sowie für die Klassen K 2 und K 3 weist Kärcher keine Wasserkühlung aus.
Warum ist der Kärcher K7 so viel schwerer?
Der K 7 Comfort Premium wiegt laut Datenblatt 18,8 kg ohne Zubehör, der K 7 WCM FJ 17,1 kg. Er arbeitet mit einem wassergekühlten 3-kW-Motor und einer Pumpe mit Aluminiumgehäuse, dazu kommt beim Comfort Premium die Schlauchtrommel. Zum Vergleich wiegt ein K 2 Classic 3,4 kg, ein K 4 Classic 4,6 kg.
Darf ich jeden Kärcher mit warmem Wasser betreiben?
Bis 40 °C Zulauftemperatur gilt das für die Klassen K 2 bis K 6. Nur der K 7 verträgt laut Kärcher bis 60 °C. Wärmeres Wasser schadet Dichtungen und Pumpe. Für Heißwasser über 60 °C braucht es einen Heißwasser-Hochdruckreiniger aus dem Profibereich.
Kann jede Kärcher-Klasse Wasser aus der Regentonne ansaugen?
Laut Kärcher-FAQ sind die Klassen K 4, K 5 und K 7 sowie der K 2 Battery und der K Silent für den Saugbetrieb mit dem Saugschlauch SH 5 freigegeben, bei höchstens 0,5 Metern Ansaughöhe. Die netzbetriebenen K-2- und K-3-Geräte sind dafür nicht vorgesehen.