Kärcher K2, K3, K4, K5, K6, K7: Unterschiede der Klassen

Kärcher K2 bis K7 im Vergleich: 110 bis 180 bar, 20 bis 60 m²/h Flächenleistung, Motor, Gewicht und welche Klasse zu welcher Fläche passt.

Geräte Veröffentlicht am 8 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Die Klassen im Überblick
  2. Klasse und Reihe: was der Name verrät
  3. Unterschied K 2 und K 3
  4. K 4 und K 5: die Klassen für Terrasse und Einfahrt
  5. K 6 und K 7: die großen Klassen
  6. Rechenbeispiel: 50 m² Pflaster
  7. Welche Klasse für welche Aufgabe
  8. Gibt es einen K 1?
  9. Fazit: erst die Klasse, dann die Reihe
  10. Häufige Fragen

Die Klassen im Überblick

Kärcher sortiert seine Haushalts-Hochdruckreiniger in Klassen von K 2 bis K 7. Die Zahl legt Druck, Fördermenge, Flächenleistung und Motorleistung fest. Innerhalb einer Klasse liefern die Netzgeräte dieselben Werte, egal ob Classic, Power Control oder Comfort Premium. Abweichungen gibt es bei Sondermodellen wie dem akkubetriebenen K 2 Battery mit 340 statt 360 l/h.

KlasseDruck max.Fördermenge max.FlächenleistungLeistungZulauf max.Gewicht ohne Zubehör
K 2110 bar360 l/h20 m²/h1,4 kW40 °C3,4 bis 4,2 kg
K 3120 bar380 l/h25 m²/h1,6 kW40 °C3,6 bis 4,4 kg
K 4130 bar420 l/h30 m²/h1,8 kW40 °C4,6 bis 12,4 kg
K 5145 bar500 l/h40 m²/h2,1 kW40 °C5,6 bis 13,3 kg
K 6160 bar510 l/h50 m²/h2,2 kW40 °C6,3 bis 13,8 kg
K 7180 bar600 l/h60 m²/h3,0 kW60 °C17,1 bis 18,8 kg

Die Werte stammen aus den Kärcher-Datenblättern, die Gewichtsspanne reicht vom leichtesten zum schwersten Netzgerät der Klasse unter den ausgewerteten Modellen. Die Spanne innerhalb einer Klasse ist teils groß. Ein K 4 Classic wiegt 4,6 kg, ein K 4 Comfort Premium mit Schlauchtrommel und wassergekühltem Motor 12,4 kg.

Zwei Balkendiagramme nebeneinander für die Kärcher-Klassen K 2 bis K 7. Links der Maximaldruck in bar: K 2 110, K 3 120, K 4 130, K 5 145, K 6 160, K 7 180. Rechts die Flächenleistung in m² pro Stunde: K 2 20, K 3 25, K 4 30, K 5 40, K 6 50, K 7 60. Der Druck steigt von K 2 bis K 7 um rund zwei Drittel, die Flächenleistung verdreifacht sich. Dazu die Motorleistung von 1,4 bis 3,0 kW je Klasse.
Von K 2 bis K 7 steigt der Druck um rund zwei Drittel, die Flächenleistung verdreifacht sich.

Auffällig ist, wie ungleich die Werte wachsen. Der Druck steigt vom K 2 zum K 7 um 64 Prozent, die Fördermenge um 67 Prozent, die Flächenleistung aber um 200 Prozent. Die großen Klassen schaffen also deutlich mehr Fläche pro Stunde, als der Druck allein vermuten lässt.

Klasse und Reihe: was der Name verrät

Ein Kärcher-Name besteht aus zwei Teilen: der Klasse (K 2 bis K 7) und der Reihe bzw. dem Ausstattungszusatz. Die Reihe ändert nichts an Druck und Flächenleistung, wohl aber an Bauform, Motor und Zubehör.

ReiheWas sie auszeichnetIn den Klassen
Classickompakte Bauform mit Teleskopgriff, einfache AusstattungK 2 bis K 5
Horizontalliegende Bauform, flach und leichtK 2, K 3
Universal EditionEinstiegsausstattung, beim K 2 ohne Vario Power JetK 2 (früher auch K 4)
FJ„Foam Jet“: Schaumdüse samt Autoshampoo im LieferumfangK 2 bis K 5, K 7 WCM FJ
Power ControlKärcher Home & Garden App, ab K 3 Pistole mit DruckanzeigeK 2 bis K 5
WCMWater Cooled Motor, also wassergekühlter MotorK 4, K 5, K 7
Comfort Premiumwassergekühlter Motor, Schlauchtrommel, Pistole G 180 Q COMFORT!HoldK 4 bis K 7
Battery36-V-Akku statt NetzkabelK 2

Wer zwei Geräte vergleicht, sollte darum zuerst auf die Klasse schauen und dann auf die Reihe. Ein K 5 FJ und ein K 5 Comfort Premium reinigen mit denselben 145 bar und 40 m²/h, der Comfort Premium ist aber mehr als doppelt so schwer und bringt Schlauchtrommel und wassergekühlten Motor mit.

Unterschied K 2 und K 3

Zwischen den beiden Einstiegsklassen liegen auf dem Papier nur 10 bar und 20 Liter pro Stunde. Die Flächenleistung steigt von 20 auf 25 m²/h, die Motorleistung von 1,4 auf 1,6 kW. Im Gewicht unterscheiden sich die Geräte kaum.

Spürbarer ist der Unterschied bei der Ausstattung gleichnamiger Reihen:

MerkmalK 2 Power ControlK 3 Power Control
Druck20 bis 110 bar20 bis 120 bar
Fördermenge360 l/h380 l/h
Hochdruckschlauch5 m7 m
PistoleG 135 Q ohne AnzeigeG 120 Q Power Control mit Anzeige
Gewicht ohne Zubehör4,0 kg4,4 kg

Bei den FJ-Modellen bekommt der K 3 FJ den Vario Power Jet mit stufenloser Druckregelung, der K 2 Premium FJ ein einfaches 1-fach-Strahlrohr. Für Fahrrad, Auto und Gartenmöbel reichen beide Klassen. Wer gelegentlich Platten oder eine kleine Terrasse reinigen will, hat mit dem K 3 etwas mehr Reserve.

K 4 und K 5: die Klassen für Terrasse und Einfahrt

Ab dem K 4 steigt die Flächenleistung auf 30 m²/h, beim K 5 auf 40 m²/h. Gleichzeitig beginnt hier die Auswahl an Motorbauarten. Der K 4 gibt es als kompakten Classic mit 4,6 kg, als FJ, als WCM mit wassergekühltem Motor, als Power Control Flex und als Comfort Premium mit Schlauchtrommel. Dieselbe Bandbreite bietet der K 5.

Zwei Unterschiede zum K 2 und K 3 sind für viele Käufer wichtig:

  • Wassergekühlter Motor. Bei den Reihen WCM, Power Control Flex und Comfort Premium nimmt das zulaufende Wasser die Wärme des Motors auf, bevor es in die Pumpe fließt. Kärcher wirbt beim K 5 WCM mit einer doppelt so langen Lebensdauer wie bei vergleichbaren Geräten mit Universalmotor.
  • Saugbetrieb. Laut Kärcher-FAQ dürfen die Klassen K 4 und K 5 mit dem Saugschlauch SH 5 aus Regentonne oder Teich ansaugen, die netzbetriebenen K 2 und K 3 nicht. Die maximale Ansaughöhe liegt bei 0,5 Metern.

Beim K 5 kommt das Aluminium-Pumpengehäuse dazu, das Kärcher für Classic, FJ, WCM und Comfort Premium ausweist. Für den K 4 nennt Kärcher kein Pumpenmaterial.

Hinter derselben Leistungsklasse können verschiedene Antriebe stecken. Beim K 4 sind es drei, wie die Teilelisten im Ratgeber zu den Kärcher K4 Ersatzteilen zeigen.

K 6 und K 7: die großen Klassen

Der K 6 liefert 160 bar und 50 m²/h. Im Sortiment stehen der K 6 Flex mit 6,3 kg und der K 6 Comfort Premium mit wassergekühltem Motor und Schlauchtrommel (13,8 kg). Der K 7 ist mit 180 bar, 600 Litern pro Stunde und 60 m²/h die stärkste Klasse für den Haushalt und braucht 3,0 kW.

Als einzige Klasse verträgt der K 7 laut Kärcher Zulaufwasser bis 60 °C, alle anderen höchstens 40 °C. Für den Anschluss an einen Warmwasserhahn ist er damit die einzige Wahl. Echtes Heißwasser über 60 °C liefern nur Heißwasser-Hochdruckreiniger aus dem Profibereich.

Der Preis für die Leistung ist das Gewicht. Der K 7 WCM FJ wiegt 17,1 kg, der K 7 Comfort Premium 18,8 kg, jeweils ohne Zubehör. Für die Treppe ins Obergeschoss oder den Kofferraum ist das ein anderes Gerät als ein K 2 mit 3,4 kg.

Rechenbeispiel: 50 m² Pflaster

Was die Klassen in der Praxis trennt, zeigt eine einfache Rechnung mit Kärchers eigener Flächenleistung. Für eine Fläche von 50 m² ergibt sich:

KlasseFlächenleistungZeit für 50 m²Wasser in dieser Zeit
K 220 m²/h150 minrund 900 l
K 325 m²/h120 minrund 760 l
K 430 m²/h100 minrund 700 l
K 540 m²/h75 minrund 625 l
K 650 m²/h60 minrund 510 l
K 760 m²/h50 minrund 500 l

Die Rechnung nimmt die Herstellerangaben beim Wort und setzt Dauerbetrieb mit maximaler Fördermenge an. In der Praxis reinigst du mit Pausen und je nach Schmutz langsamer. Die Tendenz bleibt. Die größeren Klassen brauchen für dieselbe Fläche weniger Zeit und weniger Wasser, weil sie die Fläche schneller schaffen, als ihre Fördermenge wächst.

Welche Klasse für welche Aufgabe

Aus Flächenleistung, Gewicht und Ausstattung ergibt sich eine grobe Zuordnung:

  • K 2 und K Mini (20 m²/h): Fahrrad, Gartenmöbel, Grill, Auto, Balkon. Leicht und schnell verstaut, für Steinflächen eher knapp.
  • K 3 (25 m²/h): dieselben Aufgaben mit etwas mehr Reserve, kleine Terrassen und Wege.
  • K 4 (30 m²/h): die typische Terrasse, Gartenwege, Auto und Wohnwagen. Ab hier Saugbetrieb aus der Regentonne.
  • K 5 (40 m²/h): große Terrassen, Einfahrten, Fassadensockel und regelmäßige Einsätze.
  • K 6 und K 7 (50 bis 60 m²/h): viel Pflaster, Hofflächen, Fassaden und häufiger Gebrauch. Der K 7 zusätzlich für warmes Zulaufwasser bis 60 °C.

Für alle Klassen gilt: Viele Ausstattungsfragen lassen sich über Zubehör nachholen. Flächenreiniger, Waschbürsten und Saugschlauch gibt Kärcher klassenübergreifend frei. Strahlrohre und Dreckfräser sind dagegen auf die Druckklasse abgestimmt, etwa der DB 160 für K 4 und K 5 und der DB 180 für K 6 und K 7. Welche Teile genau an den K 4 passen, steht im Ratgeber Zubehör für Kärcher K4.

Ein Gerät je Klasse aus der FJ-Reihe, die es von K 2 bis K 5 und als K 7 WCM FJ gibt, dazu der K 6 Comfort Premium:

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Gibt es einen K 1?

Im aktuellen deutschen Sortiment nicht. Die kleinsten Kärcher-Hochdruckreiniger sind der K Mini und die K-2-Reihe, beide mit 110 bar und 20 m²/h. Die Bezeichnung K 1 lebt nur noch in Zubehörfreigaben weiter, etwa beim Saugschlauch SH 5, den Kärcher „für alle Kärcher Hochdruckreiniger der Klassen K 1 bis K 7“ angibt.

Neben den Klassen stehen zwei Sondermodelle. Der K 2 Battery arbeitet mit der 36-V-Akkuplattform, liefert 110 bar und 340 l/h und gehört damit zur K-2-Klasse. Der K Silent ist auf geringe Lautstärke ausgelegt und kommt laut Kärcher auf 30 m²/h, die Flächenleistung der K-4-Klasse.

Fazit: erst die Klasse, dann die Reihe

Die Klasse bestimmt, wie viel Fläche ein Kärcher pro Stunde schafft und mit welchem Druck. Für Auto, Fahrrad und Möbel reichen K 2 und K 3, für die Terrasse ist der K 4 der Einstieg, ab großen Pflasterflächen lohnen K 5 bis K 7. Innerhalb der Klasse entscheidet die Reihe über Gewicht, Schlauchlänge, Druckanzeige und Motorbauart.

Wer häufig und lange reinigt, achtet ab dem K 4 auf einen wassergekühlten Motor (WCM, Power Control Flex, Comfort Premium). Wer ein leichtes Gerät für gelegentliche Einsätze sucht, findet in den Classic- und FJ-Modellen derselben Klasse dieselbe Reinigungsleistung bei einem Bruchteil des Gewichts. Wie viel Druck welche Oberfläche verträgt, steht im Ratgeber Wie viel bar braucht ein Hochdruckreiniger.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kärcher K2 und K3?

Der K 3 liefert laut Kärcher 120 statt 110 bar, 380 statt 360 Liter pro Stunde und 25 statt 20 m²/h Flächenleistung, bei 1,6 statt 1,4 kW. Im Gewicht liegen beide fast gleich, 3,4 bis 4,4 kg ohne Zubehör. Oft größer ist der Unterschied in der Ausstattung: Der K 3 Power Control hat zum Beispiel einen 7-m-Schlauch und eine Pistole mit Druckanzeige, der K 2 Power Control 5 m und keine Anzeige.

Welche Kärcher-Klasse reicht für eine Terrasse?

Für eine typische Terrasse bis rund 30 m² reicht der K 4 mit 30 m²/h Flächenleistung und 130 bar, am besten mit Flächenreiniger. K 2 und K 3 schaffen dieselbe Fläche, brauchen nach Kärchers Flächenleistung aber 20 bis 50 Prozent länger. Ab etwa 50 m² Pflaster oder bei regelmäßiger Reinigung von Einfahrt und Fassade lohnt der K 5 mit 145 bar und 40 m²/h.

Gibt es einen Kärcher K1?

Im aktuellen deutschen Kärcher-Sortiment nicht. Die kleinsten Geräte sind der K Mini und die K-2-Reihe mit je 110 bar und 20 m²/h. Die Klassenbezeichnung K 1 taucht nur noch in Zubehörfreigaben auf, etwa beim Saugschlauch SH 5, den Kärcher für „K 1 bis K 7“ angibt.

Welche Kärcher-Klassen haben einen wassergekühlten Motor?

Erst ab dem K 4, und auch dort nicht jede Reihe. Wassergekühlt sind laut Kärcher die Reihen WCM (Water Cooled Motor), Power Control Flex und Comfort Premium in den Klassen K 4 bis K 7. Für die Classic- und FJ-Modelle von K 2 bis K 5 sowie für die Klassen K 2 und K 3 weist Kärcher keine Wasserkühlung aus.

Warum ist der Kärcher K7 so viel schwerer?

Der K 7 Comfort Premium wiegt laut Datenblatt 18,8 kg ohne Zubehör, der K 7 WCM FJ 17,1 kg. Er arbeitet mit einem wassergekühlten 3-kW-Motor und einer Pumpe mit Aluminiumgehäuse, dazu kommt beim Comfort Premium die Schlauchtrommel. Zum Vergleich wiegt ein K 2 Classic 3,4 kg, ein K 4 Classic 4,6 kg.

Darf ich jeden Kärcher mit warmem Wasser betreiben?

Bis 40 °C Zulauftemperatur gilt das für die Klassen K 2 bis K 6. Nur der K 7 verträgt laut Kärcher bis 60 °C. Wärmeres Wasser schadet Dichtungen und Pumpe. Für Heißwasser über 60 °C braucht es einen Heißwasser-Hochdruckreiniger aus dem Profibereich.

Kann jede Kärcher-Klasse Wasser aus der Regentonne ansaugen?

Laut Kärcher-FAQ sind die Klassen K 4, K 5 und K 7 sowie der K 2 Battery und der K Silent für den Saugbetrieb mit dem Saugschlauch SH 5 freigegeben, bei höchstens 0,5 Metern Ansaughöhe. Die netzbetriebenen K-2- und K-3-Geräte sind dafür nicht vorgesehen.

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