Heißwasser-Hochdruckreiniger elektrisch beheizt erklärt

Elektrisch beheizte Heißwasser-Hochdruckreiniger: warum sie 20 bis 52 kW brauchen, was die Rechnung dahinter ist und warum es sie für den Haushalt nicht gibt.

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In diesem Artikel
  1. Drei Bauarten, die alle als elektrisch durchgehen
  2. Die Rechnung, die alles erklärt
  3. Was die Geräte am Markt tatsächlich brauchen
  4. Warum es für den Haushalt keine solchen Geräte gibt
  5. Wofür der Starkstromanschluss trotzdem gewählt wird
  6. Die Alternative für zu Hause: warmes Wasser einspeisen
  7. Dampfstrahler, Heißwassergerät, Dampfreiniger
  8. Was die Temperatur beim Reinigen wirklich beiträgt
  9. Fazit: eine Bauart mit klar umrissenem Einsatzbereich
  10. Häufige Fragen

Wer nach einem elektrischen Heißwasser-Hochdruckreiniger sucht, meint meist zwei sehr verschiedene Dinge: ein Gerät ohne Verbrennungsmotor oder eines ganz ohne Brenner. Die zweite Bauart gibt es tatsächlich, und sie erklärt sich fast vollständig über eine einzige Rechnung. Die zeigt zugleich, warum das entsprechende Gerät für den Hausgebrauch nicht existiert.

Drei Bauarten, die alle als elektrisch durchgehen

Der Begriff ist unscharf, weil er auf zwei verschiedene Baugruppen zeigen kann: auf den Antrieb der Pumpe und auf die Wärmequelle.

Elektromotor plus Ölbrenner ist der mit Abstand häufigste Aufbau bei Heißwassergeräten. Der Elektromotor treibt die Pumpe an, ein Brenner mit Heizöl EL oder Diesel erhitzt das Wasser in einer Heizschlange. Diese Geräte hängen an einer Steckdose, brauchen aber einen Brennstofftank und einen Abgasabzug. Wer nach einem elektrischen Heißwasser-Hochdruckreiniger sucht, findet meistens diese Bauart.

Verbrennungsmotor plus Ölbrenner ist die Variante für Baustellen ohne Stromanschluss. Ein Diesel- oder Benzinmotor treibt die Pumpe, der Brenner heizt. Kärcher nennt für den HDS 8/20 D einen Heizöl- oder Gasverbrauch von 5,9 kg/h bei Volllast.

Elektromotor plus elektrische Beheizung ist die Bauart, um die es hier geht. Statt eines Brenners sitzen Durchlauferhitzer im Gerät. Es entstehen keine Abgase, es gibt keinen Tank und keinen Kamin. Der Nachteil steht im Typenschild.

Die Rechnung, die alles erklärt

Wasser zu erwärmen ist energetisch teuer, und der Zusammenhang ist geradlinig. Die spezifische Wärmekapazität von Wasser liegt bei rund 4,19 kJ pro Kilogramm und Kelvin. Umgerechnet auf einen Durchfluss ergibt das eine Faustformel, mit der sich jedes Heißwassergerät überschlagen lässt:

Heizleistung in kW ≈ Durchfluss in l/min × Temperaturhub in Grad × 0,07

Ein Beispiel: Ein Gerät liefert 480 Liter pro Stunde, also 8 Liter pro Minute, und soll das Wasser von 15 auf 75 Grad bringen. Das sind 60 Grad Hub. Die Rechnung ergibt 8 × 60 × 0,07 = rund 33 Kilowatt, und zwar allein für die Heizung. Die Pumpe kommt obendrauf.

Damit sind zwei Dinge klar. Erstens: Elektrische Wassererwärmung im Durchlauf ist immer eine Sache von Dutzenden Kilowatt, sobald nennenswerte Mengen fließen. Zweitens: Menge und Temperatur lassen sich gegeneinander tauschen. Wer bei gleicher Anschlussleistung heißer arbeiten will, muss die Wassermenge drosseln. Genau das machen diese Geräte in der Praxis.

Ein Diagramm mit vier waagerechten Balken, die vier Stromanschlüsse und ihre Leistung darstellen: Schuko mit 230 Volt und 16 Ampere ergibt 3,7 Kilowatt als kürzester Balken, CEE 16 Ampere an 400 Volt ergibt 11 Kilowatt, CEE 32 Ampere ergibt 22 Kilowatt, CEE 63 Ampere ergibt 43 Kilowatt als längster Balken. Neben jedem Balken steht, welchen Temperaturhub diese Leistung bei einem Durchfluss von 8 Litern pro Minute erreicht: 6,6 Grad beim Schuko-Anschluss, 19,8 Grad bei CEE 16, 39,6 Grad bei CEE 32 und 78 Grad bei CEE 63. Eine senkrechte gestrichelte Linie markiert bei etwa 60 Grad Hub die Schwelle, ab der von Heißwasserreinigung gesprochen wird, und sie schneidet erst den vierten Balken. Zwei Marker verorten reale Geräte auf der Achse: die Kränzle e-therm 500 M 18 bei 20 Kilowatt am CEE-32-Anschluss und der Kärcher HDS-E 8/16-4 M mit 24 Kilowatt Heizleistung bei 29,5 Kilowatt Anschlussleistung. Unter der Achse steht die verwendete Formel: Kilowatt gleich Liter pro Minute mal Temperaturhub mal 0,07.
Bei acht Litern pro Minute reicht erst ein CEE-63-Anschluss für echte Heißwasserreinigung. Die Haushaltssteckdose bleibt bei knapp sieben Grad Temperaturanhebung.

Was die Geräte am Markt tatsächlich brauchen

Die Theorie deckt sich mit den Typenschildern. Die Kränzle e-therm-Reihe ist die bekannteste rein elektrisch beheizte Baureihe im deutschen Markt, hier die Daten nach Händlerangaben:

ModellAufnahmeAnschlussArbeitsdruckMengemax. Temperatur
e-therm 500 M 1820 kWCEE 32 A, 400 V30–130 bar8 l/min48 °C
e-therm 500 M 2427 kWCEE 63 A, 400 V30–130 bar8 l/min60 °C
e-therm 603 M 3638 kWCEE 63 A, 400 V30–150 bar10 l/min75 °C
e-therm 873 M 3640 kWCEE 63 A, 400 V30–150 bar13 l/min68 °C
e-therm 873 M 4852 kWCEE 125 A, 400 V30–150 bar13 l/min80 °C

An dieser Tabelle lässt sich die Formel gegenprüfen. Das kleinste Modell hat rund 18 kW Heizleistung bei 8 l/min. 18 geteilt durch (8 × 0,07) ergibt einen Hub von etwa 32 Grad, also gut 48 Grad bei einem Zulauf um 16 Grad. Genau diesen Wert gibt der Hersteller an. Die beiden großen 873er liefern 13 l/min, verteilen ihre Leistung also auf mehr Wasser und kommen deshalb trotz 40 kW nur auf 68 Grad.

Auf der Kärcher-Seite ist der HDS-E 8/16-4 M das Gegenstück, angeboten mit 12, 24 und 36 kW Heizleistung. Für die 24-kW-Variante nennt Kärcher 300 bis 760 l/h, 30 bis 160 bar, eine Anschlussleistung von 29,5 kW an 400 Volt Drehstrom und ein Gewicht von 122,1 kg. Die maximale Temperatur gibt der Hersteller mit 85 Grad bei 12 Grad Zulauf an.

Auch das lässt sich nachrechnen und zeigt den Mengen-Temperatur-Tausch besonders deutlich. Bei voller Menge, also 760 l/h oder 12,7 l/min, reichen 24 kW für rund 27 Grad Hub, das Wasser käme mit etwa 39 Grad heraus. Bei gedrosselten 300 l/h, also 5 l/min, ergeben dieselben 24 kW gut 68 Grad Hub und damit die angegebenen rund 80 Grad. Die Spitzentemperatur gibt es also nur gegen Wassermenge.

Warum es für den Haushalt keine solchen Geräte gibt

Eine normale Schuko-Steckdose liefert bei 230 Volt und 16 Ampere Absicherung höchstens 3,7 Kilowatt. Davon zieht die Pumpe eines Haushalts-Hochdruckreinigers bereits 1,4 bis 3,0 kW, je nach Klasse. Für die Heizung bliebe im besten Fall ein knappes Kilowatt.

Selbst mit der wohlwollenden Annahme, die volle Leistung stünde zum Heizen bereit, ergibt die Formel bei typischen 500 l/h, also 8,3 l/min, einen Hub von rund 6 Grad. Aus 12 Grad Leitungswasser würden 18 Grad. Das ist reinigungstechnisch bedeutungslos.

Auch der nächste Schritt reicht nicht: Ein CEE-Anschluss mit 16 Ampere an 400 Volt liefert 11 kW und damit bei 8 l/min knapp 20 Grad Hub. Erst ein 32-Ampere-Anschluss mit 22 kW kommt in die Nähe von 40 Grad Hub, und das ist der Punkt, ab dem die Geräte Starkstrom voraussetzen. Was ein solcher Anschluss baulich bedeutet und welche Geräte ihn sonst noch verlangen, steht in der Einordnung zu Hochdruckreinigern mit Starkstrom.

Der Vergleich mit einem Brennergerät macht den Unterschied greifbar. Der Kärcher HDS 5/11 U als Einstiegsmodell der Heißwasserklasse arbeitet mit 230 Volt einphasig, 2,2 kW Anschlussleistung, liefert 450 l/h bei 110 bar und erreicht trotzdem 80 Grad. Die Heizarbeit leistet dort der Ölbrenner, der Strom übernimmt nur Pumpe und Steuerung. Ein elektrisch beheiztes Gerät derselben Leistungsklasse würde rund das Zehnfache an Anschlussleistung brauchen.

Wofür der Starkstromanschluss trotzdem gewählt wird

Wenn elektrische Beheizung so teuer erkauft ist, stellt sich die Frage, warum es die Geräte überhaupt gibt. Die Antwort liegt im Einsatzort, den die Leistungsbilanz allein nicht abbildet.

Abgasfreiheit ist das Hauptargument. Ein Ölbrenner produziert Verbrennungsgase und braucht deshalb entweder das Freie oder einen Abzug. In Lebensmittelbetrieben, Metzgereien, Molkereien, Ställen, Lackierbereichen und geschlossenen Werkhallen ist das ein hartes Ausschlusskriterium. Kränzle bewirbt die e-therm-Reihe genau dafür als emissionsfreie Lösung.

Kein Brennstoff vor Ort ist das zweite Argument. Kein Tank, keine Lagerung, keine Betankung, keine Geruchsbelästigung und keine Wartung von Düse, Zündelektroden und Brennkammer. Ein Durchlauferhitzer hat keine beweglichen Teile in der Heizstrecke.

Keine Abgastemperaturüberwachung. Brennergeräte tragen im Abgasrohr einen Temperaturfühler, der bei Überschreitung abschaltet, in den Kränzle-Unterlagen bei 230 beziehungsweise 250 Grad. Das ist eine weitere Baugruppe, die altert und geprüft werden muss.

Auf der Gegenseite steht der Betrieb. Wo ein Brenner mit rund sechs Kilogramm Heizöl pro Stunde arbeitet, zieht das elektrische Gerät 20 bis 50 Kilowatt aus dem Netz, und die Stromkosten liegen je nach Tarif deutlich über dem Heizölpreis für dieselbe Wärmemenge. Kränzle begegnet dem mit einer Eco-Stufe, die die Arbeitstemperatur auf 55 Grad deckelt und den Stromverbrauch nach Herstellerangabe halbiert.

Die Alternative für zu Hause: warmes Wasser einspeisen

Wer zu Hause mit warmem Wasser arbeiten möchte, geht den Umweg über den vorhandenen Warmwasserspeicher. Der hat die Heizarbeit bereits erledigt, und die Wärme kostet über Gas oder Wärmepumpe erheblich weniger als über eine direkte elektrische Erwärmung im Gerät.

Die Grenze setzt dabei der Hersteller. Kärcher gibt für die Home-und-Garden-Geräte der Reihen K 2 bis K 5 eine maximale Zulauftemperatur von 40 Grad an, für die K 7-Reihe empfiehlt der Hersteller, diese Marke ebenfalls nicht zu überschreiten. In der Betriebsanleitung des K 2 Compact stehen neben den 40 Grad auch eine Mindest-Zulaufmenge von 7 Litern pro Minute.

Diese 40 Grad sind eine harte Materialgrenze. Pumpenkopf, Ventile, Dichtungen und Schlauchanschlüsse sind auf Kaltwasser ausgelegt. Wärmeres Wasser lässt Dichtungen schneller altern, und die Pumpe selbst bringt im Betrieb noch einmal Wärme ein, sodass die tatsächliche Temperatur im Kopf über der Zulauftemperatur liegt.

Praktisch gilt außerdem: Die meisten Haushalts-Hochdruckreiniger brauchen eine bestimmte Zulaufmenge, und ein Warmwasserhahn liefert die nicht immer. Ein Betrieb aus dem Eimer oder Tank ist nur bei Geräten mit Ansaugfunktion möglich. Was dabei zu beachten ist, steht unter Hochdruckreiniger mit Eimer betreiben.

Dampfstrahler, Heißwassergerät, Dampfreiniger

Diese drei Begriffe werden regelmäßig vermischt, und sie meinen Verschiedenes.

Dampfstrahler ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein Heißwassergerät und stammt aus einer Zeit, in der jedes heiße Gerät so hieß. Technisch arbeiten diese Maschinen mit heißem Wasser, nicht mit Dampf. Manche Profigeräte bieten allerdings eine echte Dampfstufe, in der die Wassermenge stark gedrosselt und die Temperatur über 100 Grad angehoben wird. Der Druck fällt dabei deutlich ab.

Heißwasser-Hochdruckreiniger ist der korrekte Begriff für alles, was mit vollem Druck und erhitztem Wasser arbeitet. Der Druck bleibt dabei auf dem Niveau eines Kaltwassergeräts, was die Temperatur beisteuert, ist zusätzliche Lösekraft.

Dampfreiniger wie die Kärcher SC-Reihe sind etwas völlig anderes. Sie erzeugen in einem Kessel Dampf und geben ihn praktisch drucklos an die Fläche ab. Es gibt keinen Wasserstrahl und keine mechanische Abtragung, es wirkt allein die Hitze. Was das an Fugen leistet, zeigt die Einordnung zum Fugenreinigen mit Dampf.

Was die Temperatur beim Reinigen wirklich beiträgt

Die Erwartung, heißes Wasser sei generell besser, trifft nur für bestimmte Verschmutzungen zu.

Bei Fett und Öl ist der Gewinn groß. Fette werden ab etwa 40 bis 60 Grad weich, ihre Viskosität fällt deutlich, und der Strahl trägt sie ab statt sie zu verschieben. Das ist der Grund, warum Werkstätten, Küchenbetriebe und die Lebensmittelindustrie mit Heißwasser arbeiten.

Bei chemisch unterstützter Reinigung hilft die Temperatur zusätzlich, weil Reaktionen mit ihr schneller ablaufen. Als grobe Faustregel gilt eine ungefähre Verdopplung der Reaktionsgeschwindigkeit je 10 Grad. Reinigungsmittel wirken damit bei 60 Grad spürbar schneller als bei 15.

Bei Eiweiß und organischen Rückständen kommt die Desinfektionswirkung hinzu, sofern hohe Temperaturen lange genug anliegen.

Kaum etwas bringt Hitze dagegen bei mineralischem Schmutz, Sand, Staub, Moospolstern und Grünbelag auf Stein. Dort arbeitet ausschließlich die Mechanik des Strahls. Welcher Druck dafür nötig ist und wo die Materialgrenzen liegen, steht unter wie viel bar ein Hochdruckreiniger braucht.

Fazit: eine Bauart mit klar umrissenem Einsatzbereich

Rein elektrisch beheizte Heißwasser-Hochdruckreiniger sind eine bewusste Spezialbauart. Sie lösen genau ein Problem, nämlich Heißwasserreinigung ohne Abgase, und sie bezahlen es mit einer Anschlussleistung zwischen 20 und 52 Kilowatt und einem Drehstromanschluss, den ein Wohnhaus nicht vorhält.

Für den Hausgebrauch liegt die Antwort deshalb in zwei Richtungen. Wer gelegentlich warmes Wasser braucht, speist es mit maximal 40 Grad aus dem Warmwasserkreis ein. Wer echte Hitze an der Fläche braucht, etwa gegen Fett auf dem Werkstattboden, kommt mit einem Dampfreiniger für kleine Flächen weiter oder mietet ein Brennergerät für den Tag. Die eigene Steckdose ist für diese Aufgabe schlicht nicht dimensioniert, und keine Gerätebauart kann daran etwas ändern.

Häufige Fragen

Gibt es Heißwasser-Hochdruckreiniger, die rein elektrisch beheizt werden?

Ja, sie sind im Profibereich als eigene Baureihe erhältlich, etwa als Kränzle e-therm oder als Kärcher HDS-E. Sie erhitzen das Wasser über Elektro-Durchlauferhitzer statt über einen Ölbrenner und arbeiten dadurch abgasfrei. Der Preis dafür ist der Anschluss: Die e-therm-Reihe bewegt sich laut Händlerangaben zwischen 20 und 52 kW Leistungsaufnahme an 400 Volt.

Warum gibt es keine elektrisch beheizten Heißwassergeräte für den Haushalt?

Weil die Physik es ausschließt. Um einen Liter Wasser pro Minute um ein Grad zu erwärmen, sind rund 0,07 Kilowatt nötig. Eine normale Schuko-Steckdose liefert bei 230 Volt und 16 Ampere höchstens 3,7 Kilowatt, und davon geht die Pumpenleistung ab. Selbst wenn die gesamte Leistung ins Heizen ginge, ergäbe das bei 500 Litern pro Stunde nur rund 6 Grad Temperaturanhebung.

Wie viel Strom braucht ein elektrisch beheizter Heißwasser-Hochdruckreiniger?

Der Kärcher HDS-E 8/16-4 M mit 24 kW Heizleistung kommt laut Herstellerangabe auf 29,5 kW Anschlussleistung an 400 Volt Drehstrom. Die Kränzle e-therm-Reihe liegt zwischen 20 kW beim kleinsten Modell und 52 kW beim größten, die Absicherung reicht dabei von CEE 32 Ampere bis CEE 125 Ampere.

Was ist der Unterschied zwischen einem Dampfstrahler und einem Dampfreiniger?

Ein Dampfstrahler ist umgangssprachlich dasselbe wie ein Heißwasser-Hochdruckreiniger: Er arbeitet mit hohem Druck und heißem Wasser, manche Profigeräte erreichen in einer Dampfstufe über 100 Grad bei stark reduziertem Druck. Ein Dampfreiniger wie die Kärcher SC-Reihe arbeitet dagegen praktisch drucklos und bringt nur Hitze und Feuchtigkeit auf die Fläche.

Kann ich meinen normalen Hochdruckreiniger mit Warmwasser betreiben?

In den Grenzen des Herstellers ja. Kärcher gibt für die Home-und-Garden-Geräte der Reihen K 2 bis K 5 eine maximale Zulauftemperatur von 40 Grad an, für die K 7-Reihe empfiehlt der Hersteller ebenfalls, 40 Grad nicht zu überschreiten. Höhere Temperaturen schädigen Dichtungen, Ventile und Kunststoffteile der Pumpe.

Warum nutzen die meisten Heißwassergeräte einen Ölbrenner?

Weil ein Brenner die Wärme unabhängig vom Stromnetz liefert. Der Kärcher HDS 5/11 U kommt mit 2,2 kW Anschlussleistung an einer normalen 230-Volt-Steckdose aus und erreicht trotzdem 80 Grad, weil die Heizarbeit der Brenner übernimmt. Ein elektrisch beheiztes Gerät derselben Leistungsklasse bräuchte einen Drehstromanschluss mit einem Vielfachen davon.

Was bringt heißes Wasser beim Reinigen überhaupt?

Vor allem bei Fett und Öl einen deutlichen Unterschied. Fette werden ab etwa 40 bis 60 Grad weich und lassen sich dann vom Strahl abtragen statt nur verschoben zu werden. Dazu kommt, dass chemische Reinigungsvorgänge mit der Temperatur schneller ablaufen, als Faustregel gilt eine ungefähre Verdopplung je 10 Grad. Gegen Moos, Sand und mineralischen Schmutz bringt Hitze dagegen wenig.

Lohnt sich ein elektrisch beheiztes Gerät gegenüber einem mit Brenner?

Das entscheidet der Einsatzort. Wo Abgase stören, also in Lebensmittelbetrieben, Ställen, Werkhallen und Innenräumen, ist die elektrische Beheizung oft die einzige praktikable Lösung. Wo der Starkstromanschluss fehlt oder mobil gearbeitet wird, bleibt der Brenner die Wahl. Die Kränzle e-therm-Reihe bietet dafür eine Eco-Stufe, die die Arbeitstemperatur auf 55 Grad begrenzt und laut Hersteller den Stromverbrauch halbiert.

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