Einhell HYPRESSO 36/105 (Akku-Hochdruckreiniger)

Preisentwicklung

166 €187 €208 €230 €24.08.2629.08.2603.09.2609.09.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 174,99 € (24.08.2026, Alternate ansehen) · Höchstpreis: 220,45 € (OTTO ansehen)

Akku-Hochdruckreiniger · Einhell

Einhell HYPRESSO 36/105 (Akku-Hochdruckreiniger)

  • 70 bar Bemessungsdruck im BOOST-Modus, 105 bar zulässiger Druck: echter Hochdruck ohne Kabel
  • Bürstenloser Motor mit 10 Jahren Garantie nach Online-Registrierung
  • 5 m Saugschlauch mit Wasserfilter und Stopperball, dazu 4 m Hochdruckschlauch
  • Rotordüse, Punkt-/Breitstrahldüse, Verlängerungslanze und Waschbürste liegen bei
  • 36 V aus zwei 18-V-Akkus der Power-X-Change-Plattform, Solo ab rund 175 Euro

Preise: Stand 09.09.2026, Amazon 08:34 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der ABC-Redaktion · Veröffentlicht am 24. August 2026

Technische Daten

Geräteklasse Akku-Hochdruckreiniger (tragbar, mit Tragegriff)
Akkusystem Power X-Change, 36 V DC aus 2 × 18 V (Twin-Pack-Technologie)
Lieferform Solo ohne Akku und Ladegerät (Set mit 2 × 4,0 Ah separat erhältlich)
Motor bürstenlos, 10 Jahre Garantie nach Online-Registrierung
Bemessungsdruck (BOOST) 7 MPa (70 bar), abhängig vom verwendeten Zubehör
Zulässiger Druck max. 10,5 MPa (105 bar)
Bemessungsdurchflussmenge (BOOST) 210 l/h (3,5 l/min)
Max. Durchflussmenge 270 l/h (4,5 l/min)
Druckstufen 2 (ECO und BOOST)
Laufzeit 2 × 2,0 Ah 11 min (ECO) / 7 min (BOOST)
Laufzeit 2 × 5,2 Ah 28 min (ECO) / 19 min (BOOST)
Laufzeit 2 × 8,0 Ah 45 min (ECO) / 32 min (BOOST)
Max. Ansaughöhe 1 m
Wasserquellen Gartenschlauch, Regentonne, Eimer, Teich, See (selbstansaugend)
Max. Druck Wasserzulauf 1,2 MPa (12 bar)
Wasserzulauftemperatur 5 bis 50 °C
Arbeitstemperatur +5 bis +40 °C
Hochdruckschlauch 4 m
Saugschlauch 5 m, mit Wasserfilter, Rückflussverhinderer und Stopperball
Schutzart IPX5
Gewicht 5,5 kg laut Originalbetriebsanleitung (Händlerlistungen nennen abweichend rund 3,5 kg)
Schalldruckpegel LpA 73,9 dB(A), Unsicherheit K 3 dB
Schallleistungspegel LWA 83,2 dB(A), Unsicherheit K 3 dB
Schwingungsemission ah 3,24 m/s², Unsicherheit K 1,5 m/s²
Lieferumfang Gerät, Sprühpistole, Verlängerungslanze, Lanze Punkt-/Breitstrahl, Lanze mit Rotordüse, Waschbürste, 4-m-Hochdruckschlauch, 5-m-Saugschlauch mit Filter, Wasseranschlussstück mit Filtereinsatz, Düsenreinigungsnadel
Artikelnummer 4140160 (Solo, EAN 4006825682052) / EAN 4006825692082 (Set 2 × 4,0 Ah)
UVP (Solo) 199,95 €
Straßenpreis ca. 175 € (Solo), ca. 220 € (Set mit 2 × 4,0 Ah und Ladegerät)

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 70 bar Bemessungsdruck sind echter Hochdruck: Plattenfugen, Mülltonnen, Gartengeräte und angetrocknete Verschmutzungen lösen sich damit, während Mitteldruckgeräte mit 24 bis 35 bar dort aufgeben
  • Der bürstenlose Motor bringt 10 Jahre Garantie nach Online-Registrierung mit, das ist die längste Zusage im Vergleichsfeld
  • Das Zubehör ist vollständig: Rotordüse, Punkt-/Breitstrahldüse, Verlängerungslanze, Waschbürste und Düsenreinigungsnadel liegen bei und verschwinden in Fächern am Gehäuse
  • Der 5-m-Saugschlauch bringt Filter, Rückflussverhinderer und einen Stopperball aus Schaumstoff mit, der den Schlauch in der Tonne hält
  • Einhell veröffentlicht Laufzeiten für drei Akkugrößen getrennt nach ECO und BOOST, das erlaubt eine echte Kaufplanung
  • Das Set mit zwei 4-Ah-Akkus und Doppelladegerät kostet rund 45 Euro Aufpreis, einzeln kosten diese Teile das Doppelte

Das spricht dagegen

  • Die Namenszahl 105 ist der zulässige Druck, gearbeitet wird mit 70 bar; ebenso stehen 270 l/h als Maximum neben 210 l/h Bemessungswert
  • Die Twin-Pack-Technologie verlangt immer zwei Akkus gleichzeitig, wer nur einen Power-X-Change-Akku besitzt, muss nachkaufen
  • Mit zwei 2-Ah-Akkus bleiben im BOOST-Modus nur 7 Minuten, für sinnvolle Arbeitszeiten braucht es 5,2 oder 8,0 Ah
  • Die maximale Ansaughöhe von 1 m ist knapp, das Gerät muss nah an der Wasseroberfläche stehen
  • Gewichtsangaben widersprechen sich: die Originalbetriebsanleitung nennt 5,5 kg, Händlerlistungen rund 3,5 kg
  • Netzbetriebene Geräte derselben Preisklasse liefern das Doppelte an Druck und Durchfluss

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Reinigungsleistung 4,0
Ausstattung 4,5
Akku & Laufzeit 3,5
Autarkie & Wasserquellen 4,0

Gesamtwertung: 3,9 / 5

Akku-Hochdruckreiniger stehen vor einem Rechenproblem: Druck kostet Strom, und ein Akku hat davon begrenzt viel. Der Einhell HYPRESSO 36/105 löst das mit zwei Akkus statt einem und einem bürstenlosen Motor. Grundlage dieser Einordnung sind die Originalbetriebsanleitung von Einhell, die Produktdaten des Herstellers und die aktuellen Händlerpreise.

Drei Druckzahlen, und nur eine zählt im Betrieb

Der Modellname trägt die 105, und die steht so auch auf jeder Händlerseite. Die Betriebsanleitung ordnet sie ein:

AngabeWertBedeutung
Zulässiger Druck105 barkonstruktive Obergrenze, nicht der Arbeitswert
Bemessungsdruck (BOOST)70 barder Druck, mit dem gearbeitet wird
Max. Durchflussmenge270 l/hSpitzenwert
Bemessungsdurchflussmenge (BOOST)210 l/hder Wert im normalen Betrieb

Einhell schreibt dazu ausdrücklich, dass der Bemessungsdruck vom verwendeten Zubehör abhängt: Eine Rotordüse baut anderen Druck auf als eine Breitstrahldüse. Für die Kaufentscheidung sind damit 70 bar und 210 l/h die belastbaren Zahlen, und mit denen wird im Folgenden gerechnet.

Diese Aufschlüsselung ist in der Branche üblich: Auch der scheppach C-HPG35X trägt 35 bar im Namen und arbeitet mit 25, und der Worx Nitro Hydroshot nennt 56 bar bei 38 bar Nenndruck. Wer Geräte vergleicht, muss darauf achten, ob dieselbe Sorte Zahl gegenübersteht.

Was 70 bar können und was nicht

70 bar sind der interessante Punkt dieses Geräts, weil sie zwischen zwei etablierten Klassen liegen. Akku-Mitteldruckgeräte arbeiten mit 24 bis 35 bar, netzbetriebene Hochdruckreiniger mit 110 bis 165 bar.

AufgabeMit 70 bar
Auto, Motorrad, Wohnwagenpassend, mit Abstand auf Lack achten
Fahrrad, Gartengeräte, Werkzeugpassend, empfindliche Lager mit ECO
Gartenmöbel, Kunststoffflächen, Zäunepassend
Mülltonnen, Regentonnen, Sockelpassend
Terrassenplatten, Schmutzfilm, lockerer Grünbelagmachbar, Rotordüse nutzen
Eingewachsene Fugen auf großer Flächemachbar, aber langsam
Einfahrt, rauer Beton, Fassadezu wenig, dafür braucht es 120 bar aufwärts

Der praktische Gewinn gegenüber der Mitteldruck-Klasse ist erheblich. Wo eine Einhell HYPRESSO 18/24-1 mit 24 bar an angetrocknetem Schmutz scheitert, löst der 36/105 ihn ab. Die beiliegende Rotordüse verstärkt das, weil sie die Energie auf einen kreisenden Punktstrahl bündelt statt sie auf eine Fläche zu verteilen. Welcher Druck welche Aufgabe löst, ordnet der Ratgeber wie viel bar ein Hochdruckreiniger braucht im Detail ein.

Nach oben bleibt der Abstand zur Netzklasse deutlich. Ein Kärcher K 4 Classic liefert 130 bar bei 420 l/h, ein Parkside PHD 170 E3 120 bar bei 500 l/h, beide für rund 120 bis 150 Euro. Was der HYPRESSO dafür bietet, ist der Verzicht auf Kabel und Wasseranschluss. Welche Antriebsart zu welchem Grundstück passt, vergleicht der Ratgeber Akku oder Strom.

Zwei Akkus sind Pflicht, und ihre Größe entscheidet alles

Die Twin-Pack-Technologie schaltet zwei 18-V-Akkus der Power-X-Change-Plattform zu 36 Volt in Reihe. Mit einem einzelnen Akku läuft das Gerät nicht. Für Besitzer der Plattform ist das die zentrale Kaufinformation: Es braucht zwei gleich große Akkus, und deren Kapazität entscheidet über die brauchbare Arbeitszeit.

AkkubestückungECOBOOSTWasserverbrauch im BOOST
2 × 2,0 Ah11 min7 minrund 25 l
2 × 5,2 Ah28 min19 minrund 67 l
2 × 8,0 Ah45 min32 minrund 112 l

Die Wasserspalte rechnet mit dem Bemessungswert von 3,5 l/min. Sie zeigt einen angenehmen Nebeneffekt: Mit zwei 5,2-Ah-Akkus passen Akkuladung und ein 65-Liter-Mörtelkübel ungefähr zusammen. Das ist die Kombination, bei der weder das Wasser noch der Strom den Arbeitsablauf abrupt unterbricht.

Sieben Minuten mit zwei 2-Ah-Akkus sind dagegen wenig für ein Gerät dieser Klasse. Eine komplette Autowäsche mit 8 bis 12 Minuten reiner Sprühzeit lässt sich damit nicht in einem Zug erledigen. Wer die HYPRESSO ernsthaft nutzen will, plant 5,2 Ah als Untergrenze ein.

Dass Einhell diese Werte überhaupt getrennt nach Akkugröße und Modus veröffentlicht, hebt das Datenblatt vom Wettbewerb ab. Worx nennt für den Hydroshot gar keine Laufzeit, STIHL und Parkside ebenso wenig.

Der bürstenlose Motor und die zehn Jahre

Der Antrieb ist ein bürstenloser Motor, und Einhell gibt darauf nach Online-Registrierung 10 Jahre Garantie. Beides gehört zusammen und ist mehr als ein Werbeversprechen.

Ein Motor mit Kohlebürsten hat ein mechanisches Verschleißteil im Kraftfluss: Die Bürsten schleifen auf dem Kommutator, tragen sich ab und begrenzen die Lebensdauer. Ein bürstenloser Motor kommutiert elektronisch, es gibt an dieser Stelle keinen Abrieb. Dazu kommt der bessere Wirkungsgrad, der bei einem Akkugerät direkt in Laufzeit umschlägt: Weniger Verlustwärme heißt mehr Wasser pro Akkuladung.

Die Garantiezusage ruht damit auf einer technischen Grundlage, die der Hersteller gut kalkulieren kann. Für den Käufer relevant ist die Bedingung: Die Registrierung muss online erfolgen, sonst greift die reguläre Gewährleistung.

Ansaugen: 5 Meter Schlauch, aber nur 1 Meter Höhe

Der HYPRESSO kann sein Wasser aus zwei Wegen ziehen. Am Gartenschlauch verträgt er bis zu 12 bar Zulaufdruck, jede Hausleitung liegt mit 3 bis 6 bar weit darunter. Interessanter ist der zweite Weg.

Im Karton liegt ein 5 Meter langer Saugschlauch mit Wasserfilter und Rückflussverhinderer, dazu ein Stopperball aus Schaumstoff. Der Ball ist ein Detail, das im Alltag zählt: Er hält das Schlauchende in der Tonne, statt dass es beim Arbeiten herausrutscht und die Pumpe Luft zieht.

Die Grenze steht in der Betriebsanleitung: maximal 1 Meter Ansaughöhe.

GerätMax. Ansaughöhe
Parkside PDRA 20-Li D43 m
Worx Hydroshot WG621E1,5 m
Einhell HYPRESSO 36/1051 m
scheppach C-HPG35X0,6 m
Kärcher mit Saugschlauch SH 50,5 m

Praktisch heißt das: Das Gerät steht neben der Regentonne auf dem Boden, nicht auf der Terrassenstufe darüber. Ein Eimer neben dem Auto oder ein Mörtelkübel im Hof sind unkritisch, weil die Wasseroberfläche ohnehin auf Bodenhöhe liegt. Kritisch wird es beim Teich unterhalb einer Böschung oder beim Pool, dessen Wasserspiegel tiefer steht als der Gerätestandort. Wie sich der Betrieb ohne Wasserleitung sauber planen lässt, steht im Ratgeber Hochdruckreiniger mit Eimer betreiben. Für Wasser mit Schwebstoffen ist der beiliegende Filter Pflicht, sonst greift Sand die Pumpe an.

Vollständiges Zubehör, ordentlich verstaut

Der Lieferumfang ist der stärkste Punkt der HYPRESSO und hebt sie klar von den Solo-Geräten der Mitteldruck-Klasse ab:

TeilWofür
Lanze mit Rotordüserotierender Punktstrahl für Fugen, Beton, angetrockneten Schmutz
Lanze Punkt-/Breitstrahlverstellbar zwischen gebündeltem Strahl und Fläche
VerlängerungslanzeUnterboden, Radkästen, Dachrinne, Sockelbereich
WaschbürsteKontaktreinigung an Lack, Gartenmöbeln, Kunststoff
4-m-HochdruckschlauchArbeitsradius um das stehende Gerät
5-m-Saugschlauch mit FilterBetrieb an Tonne, Eimer, Teich
Wasseranschlussstück mit FiltereinsatzBetrieb am Gartenschlauch
Düsenreinigungsnadelfreilegen verstopfter Düsen

Das Zubehör verschwindet in Fächern am Gehäuse, das Gerät wird an einem Tragegriff bewegt, und Schläuche wie Lanzen stecken über ein Quick-Couple-System. Eine LED-Anzeige zeigt den Ladestand beider Akkus zentral, eine Abdeckung schützt sie vor Spritzwasser. Die Schutzart des Geräts liegt bei IPX5.

Ein Detail fehlt gegenüber der kleinen Schwester: Die HYPRESSO 18/24-1 bringt eine Schaumsprühflasche mit, die dem 36/105 nicht beiliegt. Für die Autowäsche mit Vorwäsche ist das das Zubehör, das den größten Unterschied macht. Wie sich Einweichen, Schaum und Abspülen sinnvoll staffeln, steht im Ratgeber Auto von Hand waschen.

Der Widerspruch beim Gewicht

Beim Gewicht weichen die Quellen deutlich voneinander ab. Die Originalbetriebsanleitung nennt 5,5 kg, mehrere Händlerlistungen führen rund 3,5 kg. Zwei Kilogramm Unterschied sind bei einem Gerät, das getragen wird, keine Nebensache.

Verbindlich ist die Herstellerangabe aus der Betriebsanleitung, also 5,5 kg. Plausibel erklären lässt sich die Lücke über den Bezugspunkt: 5,5 kg dürften das Gerät samt montiertem Zubehör meinen, die Händlerangabe möglicherweise nur das Grundgehäuse. Dazu kommen in jedem Fall zwei Akkus mit je rund 400 bis 900 Gramm, je nach Kapazität. Einsatzbereit mit zwei 5,2-Ah-Akkus landet das Gerät damit bei etwa 6,5 bis 7 Kilogramm.

Damit ist der HYPRESSO kein Handgerät. Er steht am Boden und wird über den Tragegriff umgesetzt, gearbeitet wird mit Pistole und Lanze am 4-Meter-Schlauch. Zum Vergleich wiegt ein Kärcher K 4 Classic mit Netzkabel rund 6 kg, ein Parkside PHD 170 E3 rund 11,4 kg.

Solo oder Set: die Akku-Rechnung

Weil zwei Akkus Pflicht sind, ist die Variantenwahl hier wichtiger als bei anderen Geräten.

VarianteLieferumfangPreis (ca.)
SoloGerät und Zubehör, ohne Akku und Ladegerät175 €
Setzusätzlich 2 × 4,0 Ah Akku und Doppelladegerät220 €

Der Aufpreis von rund 45 Euro deckt zwei 4-Ah-Akkus und ein Doppelladegerät ab, die einzeln zusammen etwa 100 bis 130 Euro kosten. Solange dieser Abstand hält, ist das Set die klare Empfehlung für alle, die nicht bereits zwei passende Akkus besitzen.

Die Solo-Variante lohnt in genau einem Fall: Du hast zwei gleich große Power-X-Change-Akkus ab 4 Ah im Haus. Dann sparst Du die 45 Euro und die Akkus werden besser ausgelastet. Bei zwei 2-Ah-Akkus solltest Du dagegen trotz vorhandener Hardware zum Set greifen, weil sieben Minuten BOOST-Laufzeit den Arbeitsablauf zerhacken.

Einordnung gegen die Klasse

ModellAntriebArbeitsdruckDurchflussGewichtPreis (ca.)
Einhell HYPRESSO 36/105Akku 36 V70 bar210 l/h5,5 kg175 € solo
Einhell HYPRESSO 18/24-1Akku 18 V24 bar (max.)240 l/h1,52 kg109 € solo
Einhell TC-HP 130Netz90 bark. A.5,66 kgsiehe Rezension
Kärcher K 4 ClassicNetz130 bar (max.)420 l/hrund 6 kg150 €
Parkside PHD 170 E3Netz120 bar500 l/h11,4 kg120 €

Der Vergleich macht die Position deutlich. Nach unten gewinnt der HYPRESSO klar: Gegen die Mitteldruck-Klasse bringt er das Dreifache an Arbeitsdruck und schließt damit Aufgaben auf, die dort nicht lösbar sind. Nach oben verliert er ebenso klar: Netzgeräte derselben Preisklasse liefern fast das Doppelte an Druck und Durchfluss.

Über den Kauf entscheidet deshalb die Anschlussfrage. Wer eine Steckdose und einen Wasserhahn in Reichweite hat, bekommt für 150 Euro mehr Leistung mit Kabel. Wer an Schrebergarten, Hof ohne Anschluss, Stellplatz, Bootssteg oder Weidezaun arbeitet, hat diese Wahl nicht. Genau dort ist ein Gerät mit 70 bar aus dem Akku eine Klasse für sich, weil die Alternative in dieser Umgebung Mitteldruck heißt.

Für wen sich der HYPRESSO 36/105 lohnt

Drei Profile passen besonders gut. Erstens Besitzer der Power-X-Change-Plattform mit mehreren Akkus im Haus, für die das Gerät solo 175 Euro kostet und sofort läuft. Zweitens Grundstücke ohne Anschluss: Schrebergarten, Pferdestall, Bootsliegeplatz, Wochenendhaus, wo ein Kabel keine Option ist und eine Regentonne bereitsteht. Drittens alle, die von einem Mitteldruckgerät aufrüsten und feststellen, dass 24 bar an Mülltonne, Terrassenplatte und Gartengerät nicht reichen.

Weniger passend ist er in drei Fällen. Wer Steckdose und Wasserhahn hat, bekommt mit einem Kärcher K 4 Classic mehr Leistung fürs Geld. Wer große Flächen reinigt, also lange Einfahrten oder Fassaden, arbeitet mit 210 l/h zu langsam. Und wer in keinem Akkusystem steckt, sollte die Gesamtrechnung machen: Gerät plus zwei Akkus plus Ladegerät summieren sich auf 220 Euro aufwärts.

Fazit

Der Einhell HYPRESSO 36/105 füllt eine echte Lücke. 70 bar Arbeitsdruck bei 210 l/h, ein bürstenloser Motor mit 10 Jahren Garantie und vollständiges Zubehör bis zur Rotordüse ergeben das erste kabellose Gerät im Portfolio, das an Terrassenplatte und Mülltonne nicht kapitulieren muss. Dass Einhell Laufzeiten für drei Akkugrößen getrennt nach ECO und BOOST veröffentlicht, ist im Vergleichsfeld die Ausnahme und macht die Kaufplanung erst möglich.

Drei Punkte gehören zur ehrlichen Rechnung. Die 105 aus dem Namen bezeichnen den zulässigen Druck, gearbeitet wird mit 70 bar. Zwei Akkus sind Pflicht, und unter 5,2 Ah je Akku wird die Arbeitszeit unkomfortabel kurz. Und wo Kabel und Wasserhahn erreichbar sind, liefert ein netzbetriebenes Gerät derselben Preisklasse deutlich mehr. Wer die Freiheit vom Anschluss braucht, findet hier trotzdem das derzeit stimmigste Angebot: Für Power-X-Change-Besitzer solo ab rund 175 Euro, für Einsteiger im Set mit zwei 4-Ah-Akkus ab rund 220 Euro.

Häufige Fragen

Wie viel bar hat der Einhell HYPRESSO 36/105 wirklich?

Die Originalbetriebsanleitung nennt zwei Werte: einen Bemessungsdruck von 7 MPa (70 bar) im BOOST-Modus und einen zulässigen Druck von maximal 10,5 MPa (105 bar). Die 105 aus dem Modellnamen sind also die Obergrenze der Konstruktion, gearbeitet wird mit 70 bar. Einhell weist zusätzlich darauf hin, dass der Bemessungsdruck vom verwendeten Zubehör abhängt.

Wie lange läuft der Einhell HYPRESSO 36/105 mit einer Akkuladung?

Einhell nennt für drei Akkugrößen getrennte Werte. Mit zwei 2,0-Ah-Akkus sind es 11 Minuten im ECO- und 7 Minuten im BOOST-Modus, mit zwei 5,2-Ah-Akkus 28 beziehungsweise 19 Minuten und mit zwei 8,0-Ah-Akkus 45 beziehungsweise 32 Minuten. Für regelmäßige Arbeit an Terrasse oder Auto sind 5,2 Ah die sinnvolle Untergrenze.

Braucht der Einhell HYPRESSO 36/105 zwei Akkus?

Ja, zwingend. Das Gerät arbeitet mit Twin-Pack-Technologie: Zwei 18-V-Akkus der Power-X-Change-Plattform werden in Reihe zu 36 Volt zusammengeschaltet. Mit nur einem Akku läuft das Gerät nicht. Beide Akkus sollten dieselbe Kapazität haben; sind sie unterschiedlich groß, richtet sich die Laufzeit nach dem kleineren.

Kann der Einhell HYPRESSO 36/105 Wasser aus einer Regentonne ansaugen?

Ja. Im Lieferumfang liegt ein 5 Meter langer Saugschlauch mit Wasserfilter und Rückflussverhinderer, dazu ein Stopperball aus Schaumstoff, der den Schlauch während der Arbeit im Behälter hält. Die maximale Ansaughöhe beträgt laut Betriebsanleitung 1 Meter, das Gerät darf also höchstens einen Meter über dem Wasserspiegel stehen. Alternativ läuft es am Gartenschlauch mit bis zu 12 bar Zulaufdruck.

Reicht der Einhell HYPRESSO 36/105 für die Terrasse?

Für Plattenflächen, Gartenmöbel, Mülltonnen und Gartengeräte reicht er. 70 bar Arbeitsdruck lösen Schmutzfilm und lockeren Grünbelag zuverlässig, die beiliegende Rotordüse bündelt die Kraft zusätzlich auf einen rotierenden Punktstrahl. Bei hartnäckigem, eingewachsenem Fugenbewuchs auf großer Fläche arbeitet ein netzbetriebenes Gerät mit 120 bis 150 bar und 400 bis 500 l/h spürbar schneller.

Was ist der Unterschied zwischen HYPRESSO 36/105 und HYPRESSO 18/24-1?

Es sind zwei verschiedene Geräteklassen. Die HYPRESSO 18/24-1 ist eine Druckreinigerpistole mit 18 V, 24 bar und 240 l/h für Auto, Fahrrad und Bewässerung. Die HYPRESSO 36/105 ist ein Hochdruckreiniger mit 36 V, 70 bar Arbeitsdruck und bürstenlosem Motor, der in einem Gehäuse mit Tragegriff sitzt. Der Preisunterschied liegt bei rund 65 Euro solo.

Wie viel Wasser verbraucht der Einhell HYPRESSO 36/105?

Der Bemessungswert im BOOST-Modus liegt bei 210 Litern pro Stunde, also 3,5 Litern pro Minute; das Maximum gibt Einhell mit 270 l/h an. Ein 10-Liter-Eimer reicht damit für knapp 3 Minuten, ein 200-Liter-Regenfass für rund eine Stunde. Zum Vergleich verbraucht ein netzbetriebener Kärcher K 4 Classic mit 420 l/h das Doppelte.

Wie schwer ist der Einhell HYPRESSO 36/105?

Hier widersprechen sich die Quellen. Die Originalbetriebsanleitung von Einhell nennt 5,5 kg, mehrere Händlerlistungen führen rund 3,5 kg. Da die Betriebsanleitung die verbindliche Herstellerangabe ist, gilt für uns der höhere Wert; die 5,5 kg dürften zudem das Gerät samt Zubehör meinen, während die Händlerangabe möglicherweise nur das Grundgerät wiegt. Dazu kommen je nach Größe rund 400 bis 900 Gramm pro Akku.

Wie laut ist der Einhell HYPRESSO 36/105?

Einhell gibt einen Schalldruckpegel von 73,9 dB(A) und einen Schallleistungspegel von 83,2 dB(A) an, beide mit einer Unsicherheit von 3 dB und ermittelt nach EN 60335-2-79. Der Hersteller empfiehlt Gehörschutz. Zum Einordnen: Netzbetriebene Hochdruckreiniger derselben Größenordnung liegen meist zwischen 80 und 95 dB(A) Schallleistung, das Gerät ist also vergleichsweise leise.

Lohnt sich das Set mit zwei 4-Ah-Akkus?

In den meisten Fällen ja. Das Solo-Gerät kostet rund 175 Euro, das Set mit zwei 4,0-Ah-Akkus und Doppelladegerät rund 220 Euro. Für 45 Euro Aufpreis bekommst Du damit Komponenten, die einzeln zusammen etwa 100 bis 130 Euro kosten. Nur wer bereits zwei gleich große Power-X-Change-Akkus ab 4 Ah besitzt, fährt mit dem Solo-Gerät günstiger.

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