Warum die Felgen vor dem Einlagern sauber sein müssen
Bremsstaub, Salz und Schmutz arbeiten über die Monate im Lager weiter. ADAC und Continental nennen die Reinigung deshalb als festen Schritt vor dem Einlagern.
Bremsstaub rostet im Lager weiter. Bremsscheiben bestehen meist aus Gusseisen, ihr Abrieb landet als feiner Staub auf der Felge. Die Eisenpartikel oxidieren zu kleinen braunen Punkten und setzen sich im Klarlack fest. Ein halbes Jahr im Keller gibt ihnen dafür reichlich Zeit, und danach löst Autoshampoo davon kaum noch etwas.
Streusalz hält die Feuchtigkeit fest. Winterräder kommen mit Salzkrusten am Felgenhorn und an den Speichenansätzen ins Lager. Salz zieht Wasser an. An Steinschlägen und Bordsteinmacken, wo das Metall freiliegt, beginnt dann die Korrosion.
Schäden fallen nur auf sauberen Reifen auf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Einlagern Flanken, Schulter und Lauffläche auf Beulen und tiefe Risse zu prüfen. Unter einer Schicht aus Bremsstaub und Straßenschmutz übersieht man genau das.
Je nach Jahreszeit bringen die Räder unterschiedliche Fracht mit:
| Wechsel | Ins Lager gehen | Typische Ablagerungen | Schwerpunkt beim Reinigen |
|---|---|---|---|
| Herbst, auf Winterreifen | Sommerräder | Bremsstaub aus vielen Kilometern, Straßenfilm | Felgenbett innen, Eisenlöser mit Wirkindikator |
| Frühjahr, auf Sommerreifen | Winterräder | Streusalz, Splitt, Bremsstaub | Salz an Felgenhorn und Speichenansätzen, gründlich spülen, Stahlfelgen auf Rost prüfen |
Wo der Schmutz am Rad sitzt
Am montierten Rad erreichst Du die Sichtseite bequem. Ein großer Teil des Bremsstaubs fliegt aber vom Bremssattel nach außen auf die Innenseite des Felgenbetts und auf die Rückseite der Speichen. Diese Flächen sind erst zugänglich, wenn das Rad abgeschraubt ist.

Dazu kommen zwei Stellen, die beim Einlagern Ärger machen. In der Lauffläche stecken Steinchen, die beim Prüfen des Profils stören und vor dem Einlagern herauskommen. Und in den Radschraubenlöchern sammelt sich beim liegenden Rad Wasser, das dort ohne gezieltes Trocknen bis zur nächsten Saison steht.
Wo Du die Räder waschen darfst
Kärcher verweist für die Felgenreinigung auf Orte, an denen auch Autowaschen erlaubt ist, also Waschplatz, SB-Waschbox oder Waschanlage. Ein Grund dafür sind die Reiniger selbst. Der Kärcher RM 667 und der NIGRIN Turbo sind laut Sicherheitsdatenblatt stark wassergefährdend (WGK 3) und dürfen weder ins Erdreich noch in einen Regenwasserkanal gelangen. Für das eigene Grundstück entscheidet die Entwässerungssatzung der Gemeinde, und die Regeln dazu unterscheiden sich stark. Was meist gilt, steht im Ratgeber Darf ich mein Auto zuhause waschen.
Praktisch bleiben drei Wege:
| Weg | Was gut erreichbar ist | Worauf Du achtest |
|---|---|---|
| Am Auto in der SB-Waschbox, vor dem Wechsel | Sichtseite, Felgenbett nur durch die Speichen | Felgenreiniger der Waschbox nutzen, die Innenseite nach dem Abschrauben feucht nachwischen |
| Abgeschraubt auf einem zugelassenen Waschplatz | beide Seiten vollständig | ob abgenommene Räder erlaubt sind, steht in der Platzordnung |
| Beim Reifenhändler | je nach Angebot, Räderwäsche oft im Einlagerungspaket | im Einlagerungsprotokoll festhalten, was gereinigt wurde |
Felgen vor der Einlagerung reinigen: der Ablauf
Die Reihenfolge für abgenommene Räder beginnt mit der Innenseite, weil sich dort viel Bremsstaub sammelt.
- Räder abkühlen lassen. Auf warmen Felgen trocknet Reiniger sofort an und hinterlässt Flecken. Nigrin schreibt für seinen Felgenreiniger eine kalte und trockene Felge vor, Kärcher für den RM 667 eine trockene.
- Position markieren, bevor das Rad abkommt. Der ADAC nennt Kreide, Aufkleber oder beschriftete Ventilkappen mit VL, VR, HL und HR. Reifen kommen später wieder auf dieselbe Seite.
- Rad flach hinlegen, mit der Sichtseite nach unten auf Pappe oder einer Gummimatte. So liegt die Innenseite oben und das Felgenhorn auf weichem Grund.
- Steinchen aus dem Profil lösen, mit einem stumpfen Holz- oder Kunststoffstab.
- Felgenreiniger auftragen, auf das Felgenbett und die Speichenrückseiten. Kärcher nennt für den RM 667 1 bis 3 Minuten Einwirkzeit, ein Farbumschlag von Weiß nach Rot zeigt das Ende an. Der NIGRIN Turbo färbt sich violett. Antrocknen darf keiner von beiden.
- Mit einer weichen Felgenbürste nacharbeiten. Für enge Stellen empfiehlt Kärcher eine alte weiche Zahnbürste oder einen Pinsel. Drahtbürsten und Scheuerschwämme zerkratzen den Klarlack.
- Gründlich abspülen, mit dem Flachstrahl und mindestens 50 cm Abstand zum Reifen.
- Reifen waschen. ADAC und Continental nennen mildes Spülmittel, Wasser und eine Bürste für Flanke und Lauffläche. Danach mit klarem Wasser nachspülen.
- Rad umdrehen und die Sichtseite genauso behandeln. Ist sie beim ersten Durchgang nass geworden, vorher mit einem Tuch abtrocknen, damit der Reiniger auf trockenem Grund arbeitet.
- Vollständig trocknen lassen, wie im Abschnitt zum Trocknen beschrieben.
Bleiben nach zwei Durchgängen braune Punkte im Lack, hat sich der Flugrost schon eingebrannt. Wie Du ihn mit Eisenlöser und Knete herausholst und wann eine Stahlfelge geschliffen werden muss, steht im Ratgeber Felgen Rost entfernen.
Welcher Felgenreiniger vor der Einlagerung passt
Kärcher empfiehlt einen möglichst säurefreien Reiniger. Säurehaltige Produkte mit pH 1 bis 5 greifen bei längerer Einwirkzeit glänzende Oberflächen wie Chrom und glanzpolierte Felgen an. Der ADAC rät auf Alu- und lackierten Felgen auch von alkalischen Reinigern ab. Verbreitet sind Eisenlöser auf Thioglycolat-Basis, die mit dem Eisen aus dem Bremsstaub reagieren und sich dabei verfärben. So siehst Du, wo noch Abrieb sitzt.
| Mittel | Wirkstoff und pH | Anwendung laut Hersteller | Kennzeichnung |
|---|---|---|---|
| Kärcher Felgenreiniger Premium RM 667* | Natriumthioglycolat 10–20 %, pH 6–8 | Gel auf trockene Felge, 1–3 min, Farbumschlag nach Rot | Achtung, H302, H317, WGK 3 |
| NIGRIN Performance Turbo* | Thioglycolat, pH 8,5 | Schaum auf kalte, trockene Felge, bis zum Farbwechsel nach Violett | Gefahr, H318, H317, WGK 3 |
| Spülmittel in lauwarmem Wasser | mild | Kärcher-Tipp für lackierte Felgen, mit Mikrofaserschwamm | für leichten Schmutz, gegen eingebrannten Abrieb zu schwach |
Beide Eisenlöser können laut Sicherheitsdatenblatt allergische Hautreaktionen auslösen (H317), Handschuhe gehören darum dazu. Beim NIGRIN Turbo kommt wegen der Gefahr schwerer Augenschäden eine dicht schließende Schutzbrille hinzu. Inhaltsstoffe, Gefahrenhinweise und Grenzen dieses Reinigers ordnet die Rezension des NIGRIN Turbo ein.
Für das Felgenbett lohnt eine Bürste mit langem Stiel. Mit einer kurzen Bürste erreichst Du die Innenseite hinter den Speichen nur schlecht.
Hochdruckreiniger am Rad: Abstand, Düse, Druck
Mit Flachstrahl und mindestens 50 cm Abstand zum Reifen eignet sich der Hochdruckreiniger gut zum Abspülen. Diesen Wert nennt der ADAC in seinem Ratgeber zum Reifenlagern. Kärcher schreibt in den Betriebsanleitungen mindestens 30 cm zu Reifen und Ventilen vor und beruft sich auf eine DEKRA-Studienarbeit, in der mit diesem Abstand keine Schäden an Reifenproben auftraten. Wer 50 cm hält, erfüllt beide Vorgaben.
Kärcher begründet den Abstand mit der Gefahr, dass ein beschädigter Reifen platzt. Erstes Warnzeichen ist laut Kärcher eine Verfärbung. Für die Praxis heißt das:
- Flachstrahl verwenden. Die Rotordüse, bei Kärcher Dreckfräser genannt, bündelt den Strahl auf einen kleinen Punkt und gehört laut Kärcher nie auf einen Autoreifen.
- Das Ventil aussparen, die Kappe bleibt aufgeschraubt.
- Den Strahl in Bewegung halten, damit er nie lange auf einer Stelle der Flanke steht.
Für das Abspülen genügt wenig Druck, weil der Reiniger den Schmutz schon gelöst hat. Kärcher nennt für die Felgenreinigung neben dem Hochdruckreiniger ausdrücklich auch einen Mitteldruckreiniger oder einen Eimer Wasser mit Schwamm. Ein Akku-Mitteldruckgerät mit 15 bis 35 bar reicht dafür aus. Bei vielen Netzgeräten mit rund 100 bis 180 bar lässt sich der Druck an der Lanze herunterregeln.
Trocknen, bevor irgendetwas abgedeckt wird
ADAC und Continental verlangen, dass die Reifen vor der Lagerung vollständig getrocknet sind. An einem gewaschenen Rad hält sich das Wasser an vier Stellen besonders lange: im Felgenbett, in den Radschraubenlöchern, in den Profilrillen und unter dem Felgenhorn.
So wird das Rad zuverlässig trocken:
- Rad kurz hochkant stellen und einmal langsam drehen, damit das Wasser aus Felgenbett und Schraubenlöchern abläuft.
- Felge mit einem Ledertuch oder Mikrofasertuch abreiben. Kärcher empfiehlt das besonders bei Chrom und schwarzen Felgen, auf denen Wasserflecken auffallen.
- Die Räder danach in einem trockenen Raum offen stehen lassen, bis auch Profil und Felgenhorn trocken sind. Ein warmer Heizungsraum ist dafür ungeeignet, weil Reifen laut Continental vor Heizungen geschützt werden sollen.
- Reifentaschen erst überziehen, wenn das Rad durch und durch trocken ist. Feuchtigkeit in einer geschlossenen Tasche bleibt über Monate am Metall.
Felgen versiegeln, Reifen ohne Glanzmittel lassen
Eine Felgenversiegelung auf der frisch gereinigten Felge lässt neuen Bremsstaub schlechter haften. Der ADAC empfiehlt sie, und auch Nigrin nennt sie als letzten Schritt nach dem Reinigen. Vor der Einlagerung ist der beste Zeitpunkt dafür, weil die Felge gerade sauber und trocken ist.
Für die Reifen gilt das Gegenteil. Continental schreibt, Reifen müssten für die Lagerung weder eingewickelt noch mit einem Reifenglanzprodukt eingesprüht werden. Solche Produkte können die Lebensdauer eher verkürzen.
Prüfen und markieren, solange das Rad sauber ist
Auf dem gereinigten Rad fallen Schäden deutlich besser auf. Diese Punkte gehören vor das Einlagern:
| Prüfpunkt | Grenze oder Vorgabe | Quelle |
|---|---|---|
| Profiltiefe | gesetzlich 1,6 mm, empfohlen 3 mm bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen | StVZO, ADAC |
| Flanke, Schulter, Lauffläche | Beulen an der Flanke oder tiefe Risse machen einen neuen Reifen nötig | ADAC |
| Reifenalter | nach etwa 8 bis 10 Jahren ist unabhängig vom Profil Schluss; die vierstellige DOT-Zahl nennt Woche und Jahr der Herstellung | ADAC |
| Felge | Rost an Stahlfelgen, Bordsteinschäden, Korrosion unter dem Lack | Sichtprüfung |
| Position | VL, VR, HL, HR mit Kreide, Aufkleber oder beschrifteter Ventilkappe | ADAC |
| Luftdruck | Kompletträder etwa 0,5 bar über Herstellervorgabe, lose Reifen drucklos | ADAC |
Ein Beispiel für die DOT-Zahl: 4523 heißt Kalenderwoche 45 im Jahr 2023. Gehören zu den Felgen eigene Radschrauben, kommen sie beschriftet in einen Beutel und werden mit den Rädern gelagert. Der ADAC hält außerdem einen paarweisen Tausch zwischen Vorder- und Hinterachse für sinnvoll, der sich mit der Markierung gleich planen lässt.
Richtig lagern: liegend, hängend oder stehend
Ob ein Rad liegt oder steht, hängt davon ab, ob der Reifen noch auf der Felge sitzt.
| Kompletträder (Reifen auf Felge) | Reifen ohne Felge | |
|---|---|---|
| Position | flach liegend oder hängend, im Regal, auf dem Felgenbaum oder an Wandhaltern (ADAC) | hochkant stehend (ADAC, Continental) |
| Stapeln | laut Continental die beste Lösung | wenn überhaupt, höchstens 4 übereinander (Continental) |
| Drehen | keine Vorgabe | alle paar Monate (ADAC) |
| Luftdruck | etwa 0,5 bar über Vorgabe | drucklos |
Beim Lagerort sind sich ADAC und Continental weitgehend einig: kühl, dunkel, trocken und ohne direkte Sonne. Continental ergänzt mäßige Lüftung und rät, Reifen nie im Freien zu lagern, auch nicht unter einer Plane. Bei der Garage gehen die Empfehlungen auseinander. Der ADAC nennt Keller oder Garage, Continental rät von Garagen, Schuppen und Dachböden wegen starker Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ab und hält den Keller für ideal.
Dazu kommen ein paar Details, die Continental ausdrücklich nennt:
- Räder nicht direkt auf den Boden legen, am besten auf eine Holzpalette, mindestens auf eine Plastikplane. So kommen sie nicht mit verschütteten Lösungsmitteln, Kraftstoff oder Schmiermitteln in Kontakt.
- Ozon greift Gummi an. Es entsteht an Elektromotoren mit Kontaktbürsten, etwa in Generatoren, Kompressoren, Schmutzwasserpumpen und Zentralstaubsaugern. Der Kompressor gehört also nicht neben die Reifen.
- Reifensäcke schützen vor Schmutz und Staub, die Reifen sollten vorher auf Schnitte, Stiche und Risse geprüft sein.
Ein Felgenbaum hält vier Kompletträder übereinander, ohne dass sie aufeinanderliegen, und braucht wenig Grundfläche. Vor dem Kauf zählt vor allem die maximale Reifenbreite, die bei einfachen Ständern wie dem von cartrend bei 225 mm endet. Breitere Reifen brauchen einen XL-Ständer.
Einlagern beim Reifenhändler: Kosten und Protokoll
Wer keinen Platz oder keinen geeigneten Waschplatz hat, gibt die Räder ab. Der ADAC nennt dafür etwa 30 bis 60 Euro pro Saison für einen Satz, Pakete mit Montage und Reinigung kosten bis 100 Euro oder mehr. In Großstädten liegen die Preise oft höher.
Vor der Übergabe sollte ein Einlagerungsprotokoll ausgefüllt und vom Händler gegengezeichnet werden. Darin stehen Zustand, Profiltiefe, Reifenmodell und Position jedes Rads. Der ADAC stellt dafür ein Formular bereit. Gibt es im Frühjahr Streit über einen Schaden, ist dieses Protokoll der Beleg.
Fazit: einmal gründlich, dann ein halbes Jahr Ruhe
Was Du vor dem Einlagern erledigst, entscheidet darüber, wie die Felgen in der nächsten Saison aussehen. Abgeschraubt erreichst Du die Innenseite, auf der sich viel Bremsstaub sammelt. Ein säurefreier Eisenlöser löst ihn auf der kalten, trockenen Felge, der Hochdruckreiniger spült ihn mit 50 cm Abstand zum Reifen ab. Danach zählt nur noch Geduld beim Trocknen.
Wer dabei gleich Profil, Alter und Flanken prüft, die Position markiert und 0,5 bar nachfüllt, schraubt zum nächsten Wechsel Räder an, die sofort fahrbereit sind. Die nächste Wäsche geht mit versiegelter Felge spürbar schneller.
Häufige Fragen
Muss man Felgen vor dem Einlagern reinigen?
Ja, ADAC und Continental empfehlen es ausdrücklich. Bremsstaub enthält Eisenabrieb, der auf der Felge zu braunen Punkten oxidiert und sich über die Monate im Lager festsetzt. Nach dem Winter kommt Streusalz dazu, das an jeder Lackmacke Korrosion fördert. Auf sauberen Reifen fallen außerdem Risse und Beulen auf, die vor der nächsten Saison einen neuen Reifen nötig machen.
Womit reinige ich Felgen vor der Einlagerung?
Mit einem säurefreien Felgenreiniger, einer weichen Felgenbürste und klarem Wasser. Gängig sind Eisenlöser mit Wirkindikator auf Thioglycolat-Basis, etwa der Kärcher RM 667 mit pH 6 bis 8 laut Sicherheitsdatenblatt. Sie färben sich rot oder violett, wo sie Bremsstaub lösen. Für die Reifen genügen nach ADAC und Continental mildes Spülmittel, Wasser und eine Bürste.
Wie viel Abstand muss der Hochdruckreiniger zu den Reifen halten?
Der ADAC nennt in seinem Ratgeber zum Einlagern mindestens 50 Zentimeter. Kärcher schreibt in den Betriebsanleitungen mindestens 30 Zentimeter zu Reifen und Ventilen vor und beruft sich auf eine DEKRA-Untersuchung, bei der mit diesem Abstand keine Schäden auftraten. Gearbeitet wird mit dem Flachstrahl, der Dreckfräser gehört nie auf den Reifen.
Wie viel Luftdruck sollten eingelagerte Räder haben?
Bei Kompletträdern rät der ADAC zu etwa 0,5 bar mehr als vom Fahrzeughersteller vorgegeben, weil Reifen während der Lagerung Luft verlieren. Vor der Montage wird der Druck wieder auf den Sollwert gebracht. Lose Reifen ohne Felge lagern drucklos.
Lagert man Kompletträder liegend oder stehend?
Liegend oder hängend. Der ADAC nennt Regale, Felgenbäume und Wandhalterungen, Continental hält das Stapeln für die beste Lösung und den Felgenbaum für die Alternative. Stehend lagert man nur Reifen ohne Felge, die laut ADAC alle paar Monate gedreht werden.
Soll man Reifen vor dem Einlagern mit Reifenpflege einsprühen?
Das ist unnötig. Continental schreibt, Reifen müssten für die Lagerung weder eingewickelt noch mit einem Reifenglanzprodukt behandelt werden, solche Produkte könnten die Lebensdauer eher verkürzen. Sinnvoll ist eine Versiegelung der Felge, damit neuer Bremsstaub schlechter haftet.
Darf ich Felgen zu Hause reinigen?
Das regelt die Entwässerungssatzung Deiner Gemeinde. Kärcher verweist für die Felgenreinigung auf Orte, an denen auch Autowaschen erlaubt ist, also Waschplatz, SB-Waschbox oder Waschanlage. Felgenreiniger wie der Kärcher RM 667 und der NIGRIN Turbo sind als stark wassergefährdend eingestuft (WGK 3) und dürfen weder in den Boden noch in einen Regenwasserkanal gelangen.
Was kostet die Einlagerung beim Reifenhändler?
Der ADAC nennt etwa 30 bis 60 Euro pro Saison für einen Satz. Pakete mit Montage und Reinigung kosten bis 100 Euro oder mehr, in Großstädten liegen die Preise oft höher. Vor der Übergabe sollte ein Einlagerungsprotokoll mit Zustand, Profiltiefe und Position der Räder ausgefüllt und gegengezeichnet werden.