Worx Nitro Hydroshot WG633E (Akku-Druckreiniger)

Preisentwicklung

103 €131 €158 €185 €24.08.2629.08.2603.09.2609.09.26

Tiefstpreis im Zeitraum: 114,95 € (03.09.2026, Amazon) · Höchstpreis: 173,74 € (OTTO ansehen (Set mit Akku))

Akku-Druckreiniger · Worx

Worx Nitro Hydroshot WG633E (Akku-Druckreiniger 20 V)

  • 38 bar Nenndruck im High-Modus, 25 bar im Eco-Modus, 56 bar zulässiger Druck
  • 220 l/h Durchfluss, der höchste Wert unter den Akku-Handgeräten dieser Bauform
  • Bürstenloser Motor, der bei gleichem Akku mehr Wasser pro Ladung bewegt
  • 6 m Saugschlauch, dazu Quick-Connect-Adapter und Flaschenadapter für PET-Flaschen
  • 1,5 kg ohne und 2,2 kg mit Akku, die Akkubox ist nach IPX7 geschützt

Preise: Stand 09.09.2026, Amazon 08:34 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der ABC-Redaktion · Veröffentlicht am 24. August 2026

Technische Daten

Geräteklasse Akku-Mitteldruckreiniger (Handgerät)
Akkusystem Worx PowerShare, 20 V Max
Lieferform Solo als WG633E.9 (Set mit Akku und Ladegerät als WG633E)
Motor bürstenlos ("Brushless 2.0")
Nenndruck (High) 3,8 MPa (38 bar)
Nenndruck (Eco) 2,5 MPa (25 bar)
Zulässiger Druck max. 5,6 MPa (56 bar)
Max. Fördermenge 220 l/h (rund 3,7 l/min)
Düse 5-in-1-Düse: 0°, 15°, 25°, 40° und Brausestrahl
Max. Ansaughöhe 1,5 m
Max. Zulaufdruck 0,6 MPa (6 bar)
Max. Wasserzulauftemperatur 40 °C
Wasserquellen Eimer, Kanister, PET-Flasche, Regentonne, Teich, See, Pool (selbstansaugend)
Saugschlauch 6 m (im Lieferumfang)
Lanze 526,5 mm
Gewicht (ohne Akku) 1,5 kg
Gewicht (mit Akku) 2,2 kg
Gerätelänge 330 mm (ohne Lanze)
Schutzart IPX7 (Akkubox) laut Worx; eine Händlerlistung nennt abweichend IPX5
Akku im Set WA3014 PowerShare Pro, 20 V, 4,0 Ah
Ladegerät im Set WA3880, 2 A
Lieferumfang Gerät, 5-in-1-Düse, Lanze, 6-m-Saugschlauch, Quick-Connect-Adapter, Flaschenadapter (im Set zusätzlich Akku WA3014 und Ladegerät WA3880)
EAN 6943475876739 (Solo) / 6943475875794 (Set)
Straßenpreis ca. 97 bis 126 € (Solo), ca. 138 bis 174 € (Set mit 4-Ah-Akku und Ladegerät)
Laufzeit je Akkuladung weist Worx nicht aus
Ladezeit weist Worx für das Set nicht aus
Schallpegel weist Worx in den Produktdaten nicht aus

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 38 bar Nenndruck sind rund 50 Prozent mehr als die 24 bis 25 bar der übrigen Akku-Handgeräte, das verschiebt die Grenze bei angetrocknetem Schmutz spürbar
  • 220 l/h sind der höchste Durchfluss dieser Bauform, mehr als Worx WG621E (185 l/h) und Parkside PDRA (150 l/h)
  • Der bürstenlose Motor arbeitet ohne Kohlebürsten als Verschleißteil und holt mehr Wasser aus derselben Akkuladung
  • Der 6-m-Saugschlauch ist der längste im Vergleichsfeld, dazu kommt ein Flaschenadapter für handelsübliche PET-Flaschen
  • 1,5 m Ansaughöhe erlauben Regentonne, Poolrand und Bootssteg als Wasserquelle
  • Worx nennt anders als beim WG621E getrennte Nenndrücke für beide Modi, dazu Ansaughöhe, Zulaufdruck und Maße

Das spricht dagegen

  • Die 56 bar aus dem Datenblatt sind der zulässige Druck, gearbeitet wird mit 38 bar (High) beziehungsweise 25 bar (Eco)
  • Weder Laufzeit noch Ladezeit oder Schallpegel weist Worx aus, hier bleibt die Datenlage lückenhaft
  • Das Solo-Gerät kostet mehr als der WG621E im Komplettset mit Akku und Ladegerät
  • Keine Schaumflasche im Lieferumfang, für die Autowäsche fehlt damit das wichtigste Zubehör
  • Die Schutzart wird widersprüchlich angegeben: Worx nennt IPX7 für die Akkubox, eine Händlerlistung IPX5
  • Für Plattenfugen, Einfahrt und Fassade reichen auch 38 bar nicht, dafür braucht es ein Hochdruckgerät

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,0
Reinigungsleistung 4,5
Ausstattung 4,0
Handhabung & Mobilität 4,5
Autarkie & Wasserquellen 4,5

Gesamtwertung: 4,3 / 5

Zwischen den handlichen Akku-Druckreinigern mit 24 bar und den echten Hochdruckgeräten klafft eine Lücke. Der Worx Nitro Hydroshot WG633E besetzt genau diesen Zwischenraum: dieselbe Bauform wie ein Handgerät, aber ein bürstenloser Motor und deutlich mehr Druck dahinter. Grundlage dieser Einordnung sind die Produktdaten von Worx, das Handbuch der Nitro-Baureihe und die aktuellen Händlerpreise.

56, 38 oder 25 bar: welche Zahl gilt

Auf Verpackung und Händlerseiten steht die 56. Das Handbuch schlüsselt auf, was dahinter steckt:

AngabeWertBedeutung
Zulässiger Druck56 barkonstruktive Obergrenze
Nenndruck High-Modus38 barder Druck bei voller Leistung
Nenndruck Eco-Modus25 barder sparsame Betrieb

Für die Kaufentscheidung zählen die 38 bar. Und die sind in dieser Bauform ein echter Sprung: Sämtliche Wettbewerber dieser Geräteklasse arbeiten mit 24 bis 25 bar.

ModellArbeitswertFördermenge
Worx Nitro Hydroshot WG633E38 bar (Nenndruck)220 l/h
scheppach C-HPG35X25 bar (Arbeitsdruck)180 l/h
Parkside PDRA 20-Li D425 bar (max.)150 l/h
Worx Hydroshot WG621E24 bar (max.)185 l/h
Einhell HYPRESSO 18/24-124 bar (max.)240 l/h
STIHL RCA 2022 bar (Arbeitsdruck)140 bis 230 l/h

Der Vergleich ist dabei sogar noch zugunsten der anderen verzerrt: Bei Parkside, Worx WG621E und Einhell steht in der Spalte der Maximalwert, beim WG633E der Nenndruck. Gegen die Maximalwerte gerechnet stünde hier die 56.

Bemerkenswert ist außerdem, dass Worx diese Aufschlüsselung überhaupt liefert. Beim WG621E fehlt jede Angabe zu einem Arbeitsdruck neben dem Maximum, ebenso bei Parkside und Einhell. Für die Nitro-Reihe stehen dagegen beide Modi, die Ansaughöhe, der Zulaufdruck und die Maße im Handbuch.

Was 38 bar praktisch verschieben

Die Grenze zwischen den Klassen verläuft dort, wo der Strahl eine angetrocknete Schicht entweder anhebt oder nur benetzt.

Aufgabe24 bis 25 bar38 bar
Frischer Schlamm an Rad und Autopassendpassend
Lack, Kunststoff, Gartenmöbelpassendpassend, Abstand halten
Angetrocknete Insekten an Front und Scheibezähdeutlich leichter
Mülltonne innen, eingetrockneter Belagzähpassend
Felgen mit Bremsstaubzähpassend
Terrasse abspülen, loser Schmutzmachbarpassend
Grünbelag in Plattenfugenzu wenigzu wenig
Einfahrt, Fassade, rauer Betonzu wenigzu wenig

Nach oben bleibt die Grenze also stehen: Fugenbewuchs löst sich erst ab rund 100 bar, daran ändern auch 38 bar nichts. Wer Terrasse und Einfahrt als Hauptaufgabe hat, braucht ein Hochdruckgerät, etwa den Kärcher K 4 Classic am Netz oder die Einhell HYPRESSO 36/105 mit Akku. Welcher Druck welche Oberfläche verlangt, ordnet der Ratgeber wie viel bar ein Hochdruckreiniger braucht ein.

Innerhalb der Handgeräte-Klasse verschiebt der WG633E die Grenze aber genau dort, wo sie im Alltag stört: an eingetrocknetem Schmutz, den ein 24-bar-Gerät nur aufweicht.

220 l/h und was das für die Wasserquelle heißt

Mit 220 Litern pro Stunde, also rund 3,7 l/min, liegt der WG633E an der Spitze seiner Bauform. Das ist willkommene Leistung und zugleich der Grund, warum die Wasserquelle mitgeplant werden muss.

WasserquelleVolumenReicht für
PET-Flasche (Flaschenadapter)1,5 lrund 25 Sekunden
Putzeimer10 lknapp 3 Minuten
Kanister20 lrund 5,5 Minuten
Mörtelkübel65 lrund 18 Minuten
Regenfass200 lrund 55 Minuten

Für eine komplette Autowäsche mit 8 bis 12 Minuten reiner Sprühzeit rechnest Du mit 30 bis 44 Litern. Ein Eimer reicht dafür nicht, ein Mörtelkübel oder eine Regentonne schon. Dieselbe Aufgabe kostet mit einem netzbetriebenen Kärcher K 4 Classic bei 420 l/h rund 56 bis 84 Liter. Was beim Waschen auf dem eigenen Grundstück gilt, klärt der Ratgeber Auto zu Hause waschen.

Der Flaschenadapter verdient dabei eine Einordnung. 25 Sekunden aus einer 1,5-Liter-Flasche klingen nach wenig und sind es auch. Sinnvoll ist er für kurze Spezialfälle: sandige Füße nach dem Strandtag, verschmutzte Hundepfoten, ein Fahrradkettenblatt unterwegs. Als reguläre Wasserquelle taugt er nicht.

Der bürstenlose Motor

Der Antrieb heißt bei Worx “Brushless 2.0” und ist der technische Kern des Modells. Zwei Effekte zählen.

Erstens fällt ein Verschleißteil weg. Kohlebürsten schleifen im Betrieb auf dem Kommutator und tragen sich ab; irgendwann ist der Motor am Ende seiner Lebensdauer. Ein bürstenloser Motor steuert die Wicklungen elektronisch, an dieser Stelle gibt es keinen Abrieb.

Zweitens steigt der Wirkungsgrad. Weniger Energie wird in Wärme umgesetzt, mehr landet an der Pumpe. Bei einem Akkugerät ist das die Erklärung dafür, warum der WG633E gleichzeitig mehr Druck und mehr Durchfluss liefert als der WG621E, ohne dass die Akkuplattform gewechselt hätte. Beide laufen mit demselben 20-V-PowerShare-Akku.

Wie sich das in Minuten übersetzt, bleibt allerdings offen, denn eine Laufzeitangabe veröffentlicht Worx nicht. Der im Set beiliegende WA3014 mit 4,0 Ah hat immerhin die doppelte Kapazität des 2-Ah-Akkus, der in den meisten Vergleichsgeräten steckt.

Ansaugen: 6 Meter Schlauch, 1,5 Meter Höhe

Die Hydroshot-Reihe ist auf den Betrieb fern der Wasserleitung ausgelegt, und der WG633E baut das aus. Der beiliegende Saugschlauch misst 6 Meter und ist damit der längste im Vergleichsfeld.

GerätSaugschlauchMax. Ansaughöhe
Worx Nitro Hydroshot WG633E6 m1,5 m
Worx Hydroshot WG621E5 mrund 1,5 m
Parkside PDRA 20-Li D4k. A.3 m
Einhell HYPRESSO 36/1055 m1 m
scheppach C-HPG35Xk. A.0,6 m

Die beiden Werte spielen zusammen: Sechs Meter Schlauchlänge bestimmen, wie weit Du Dich von der Tonne entfernen kannst, die 1,5 Meter Ansaughöhe, wie weit oberhalb des Wasserspiegels Du arbeiten darfst. Ein Auto rundherum von einem einzigen Mörtelkübel aus zu waschen wird damit realistisch, ebenso der Bootssteg über dem Wasser oder der Poolrand.

Für offene Gewässer gilt die Filterregel, sonst greift Sand die Pumpe an. Wie sich der Betrieb ohne Wasserleitung sauber organisieren lässt, steht im Ratgeber Hochdruckreiniger mit Eimer betreiben.

Alternativ läuft das Gerät am Gartenschlauch. Der zulässige Zulaufdruck liegt bei 6 bar, jede Hausleitung bleibt mit 3 bis 6 bar darunter. Die maximale Wasserzulauftemperatur beträgt 40 °C.

Das Gerät in der Hand

Mit 1,5 kg ohne und 2,2 kg mit Akku ist der WG633E schwerer als der WG621E mit 1,15 beziehungsweise 1,55 kg. Rund 650 Gramm Unterschied entstehen durch den kräftigeren Motor und den größeren 4-Ah-Akku.

Für ein Gerät, das die gesamte Arbeitszeit in der Hand liegt, ist das eine relevante Größe. Zwei Kilo über Kopf an einer Wohnwagenflanke sind spürbar anders als anderthalb. Auf der anderen Seite spart der höhere Druck Zeit, das Gerät wird also kürzer getragen. Wer regelmäßig lange über Kopf arbeitet, wählt bewusst den leichteren WG621E.

Das Gerät misst 330 mm ohne Lanze, die mitgelieferte Lanze bringt weitere 526,5 mm Reichweite. Damit erreichst Du Unterboden, Radkästen und Dachkanten, ohne Dich zu bücken oder zu strecken.

Bemerkenswert ist die Schutzart der Akkubox: Worx nennt IPX7, also Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Das ist für ein Gerät, das über einem Pool oder an einem Bootssteg gehalten wird, die passende Auslegung. Eine Händlerlistung führt allerdings abweichend IPX5; im Zweifel gilt die Herstellerangabe.

Was im Karton fehlt

Der Lieferumfang deckt das Nötige ab und lässt eine Lücke:

EnthaltenFehlt
5-in-1-Düse (0°, 15°, 25°, 40°, Brause)Schaumflasche
Lanze (526,5 mm)zweite Verlängerungslanze
6-m-SaugschlauchRotordüse
Quick-Connect-Adapter
Flaschenadapter für PET-Flaschen

Die Schaumflasche ist der spürbarste Verzicht. Für die Autowäsche ist sie das Zubehör mit dem größten Effekt, weil sie das Einweichen übernimmt, für das der Wasserstrahl allein zu wenig Zeit hat. Worx bietet sie als WA4036 passend zur Hydroshot-Reihe an, die Einhell HYPRESSO 18/24-1 legt sie dagegen bei. Wie sich Einweichen, Schaum und Abspülen sinnvoll staffeln, steht im Ratgeber Auto von Hand waschen.

Die 5-in-1-Düse deckt mit vier definierten Strahlwinkeln und einem Brausestrahl den Rest ab. Der Vorteil fester Winkel gegenüber einer stufenlosen Verstellung liegt in der Wiederholbarkeit: Du weißt, welche Stellung Du am Rad benutzt hast, und findest sie wieder. Wie ein Rad gereinigt wird, ohne Lager auszuspülen, steht im Ratgeber Fahrrad reinigen.

Solo oder Set, und der Vergleich mit dem WG621E

Der WG633E kommt in zwei Varianten, und die Rechnung fällt anders aus als beim kleinen Bruder:

VarianteLieferumfangPreis (ca.)
WG633E.9 (Solo)Gerät und Zubehör, ohne Akku und Ladegerät97 bis 126 €
WG633E (Set)zusätzlich Akku WA3014 (4,0 Ah) und Ladegerät WA3880138 bis 174 €

Der Aufpreis von rund 41 bis 48 Euro entspricht in etwa dem, was ein 4-Ah-PowerShare-Akku samt Ladegerät einzeln kostet. Es gibt also weder Rabatt noch Aufschlag: Wer noch keinen Worx-Akku hat, nimmt das Set, wer schon einen hat, das Solo-Gerät.

Der interessantere Vergleich läuft gegen das eigene Haus:

ModellLieferformNenndruckDurchflussMotorPreis (ca.)
Worx Hydroshot WG621ESet mit Akku24 bar (max.)185 l/hBürsten72 €
Worx Nitro WG633E.9Solo38 bar220 l/hbürstenlos97 €
Worx Nitro WG633ESet mit 4-Ah-Akku38 bar220 l/hbürstenlos138 €

Für Einsteiger ohne Akkusystem ist das eine klare Preisfrage: Der WG621E kostet komplett weniger, als der WG633E ohne Akku verlangt. Wer nur gelegentlich Auto und Rad abspült, bekommt dort das bessere Geschäft.

Die Rechnung dreht sich in zwei Fällen. Wer bereits PowerShare-Akkus besitzt, zahlt für den WG633E nur 25 Euro mehr als für das WG621E-Komplettset und bekommt dafür 50 Prozent mehr Nenndruck, 19 Prozent mehr Durchfluss, den bürstenlosen Motor und einen Meter mehr Saugschlauch. Und wer regelmäßig gegen angetrockneten Schmutz arbeitet, spart die Differenz in Arbeitszeit wieder ein.

Einordnung gegen die Klasse

ModellNenndruckFördermengeGewicht mit AkkuAnsaughöhePreis (ca.)
Worx Nitro WG633E38 bar220 l/h2,2 kg1,5 m97 € solo
Einhell HYPRESSO 18/24-124 bar (max.)240 l/hrund 2,1 kgk. A.109 € solo
Worx Hydroshot WG621E24 bar (max.)185 l/h1,55 kgrund 1,5 m72 € mit Akku
Parkside PDRA 20-Li D425 bar (max.)150 l/hrund 1,7 kg3 m72 € solo
STIHL RCA 2022 bar140 bis 230 l/hrund 1,7 kgk. A.169 € solo
Einhell HYPRESSO 36/10570 bar210 l/hrund 6,5 kg1 m175 € solo

Der WG633E steht damit auf einer eigenen Stufe zwischen zwei Feldern. Nach unten grenzt er sich durch den Nenndruck ab: 38 bar sind ein anderes Werkzeug als 24. Nach oben trennt ihn die Bauform von der Einhell HYPRESSO 36/105, die mit 70 bar zwar fast doppelt so kräftig arbeitet, dafür aber ein Standgerät mit zwei Akkus und rund 6,5 Kilogramm ist.

Wer ein Gerät sucht, das man in einer Hand führt und trotzdem an eingetrocknetem Schmutz nicht aufgibt, findet derzeit nichts Besseres.

Für wen sich der WG633E lohnt

Drei Profile passen besonders gut. Erstens Besitzer von Worx-Gartengeräten, für die das Solo-Gerät rund 97 Euro kostet und sofort läuft. Zweitens alle, die von einem 24-bar-Gerät aufrüsten und feststellen, dass eingetrocknete Insekten, Felgenstaub und Mülltonnen dort zäh bleiben. Drittens Camper, Bootsbesitzer und Poolbesitzer, denen 6 Meter Saugschlauch, 1,5 Meter Ansaughöhe und die IPX7-Akkubox entgegenkommen.

Weniger passend ist er in drei Fällen. Einsteiger ohne Akkusystem bekommen mit dem WG621E für 72 Euro ein komplettes Gerät und zahlen für den WG633E ohne Akku mehr. Wer Terrasse, Einfahrt oder Fassade reinigen will, braucht Hochdruck und keine 38 bar. Und wer lange über Kopf arbeitet, greift zum leichteren Modell.

Fazit

Der Worx Nitro Hydroshot WG633E ist das kräftigste Handgerät seiner Bauform. 38 bar Nenndruck, 220 l/h, ein bürstenloser Motor, 6 Meter Saugschlauch und 1,5 Meter Ansaughöhe verschieben die Grenze dieser Klasse genau dort, wo sie im Alltag stört: an angetrocknetem Schmutz, an Felgen, an der Mülltonne von innen. Dass Worx für dieses Modell getrennte Nenndrücke, Ansaughöhe und Maße veröffentlicht, hebt es zusätzlich vom eigenen Programm ab.

Zwei Dinge gehören zur ehrlichen Rechnung. Die 56 bar der Werbung bezeichnen den zulässigen Druck, gearbeitet wird mit 38 bar. Und der Preis: Das Solo-Gerät kostet mehr als der WG621E im Komplettset. Für Einsteiger ohne Akku bleibt der kleine Bruder damit die vernünftigere Wahl. Wer schon PowerShare-Akkus im Haus hat oder regelmäßig an die Grenze der 24-bar-Klasse stößt, bekommt hier für rund 97 Euro solo deutlich mehr Werkzeug. Für Plattenfugen und Einfahrten führt der Weg weiterhin über ein Hochdruckgerät wie die Einhell HYPRESSO 36/105 oder den Kärcher K 4 Classic.

Häufige Fragen

Wie viel bar hat der Worx Nitro Hydroshot WG633E?

Das Handbuch nennt drei Werte: 38 bar Nenndruck im High-Modus, 25 bar im Eco-Modus und 56 bar zulässigen Druck. Die 56 bar aus der Werbung sind also die Obergrenze der Konstruktion, gearbeitet wird mit 38 bar. Damit liegt der WG633E trotzdem an der Spitze der Akku-Handgeräte, deren übrige Vertreter mit 24 bis 25 bar arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Worx Hydroshot WG621E und WG633E?

Der WG633E hat einen bürstenlosen Motor, 38 bar Nenndruck statt 24 bar Maximaldruck, 220 statt 185 l/h Durchfluss und einen 6-m- statt 5-m-Saugschlauch. Er wiegt ohne Akku 1,5 kg gegenüber 1,15 kg. Beide nutzen einen 20-V-PowerShare-Akku. Der Preisunterschied ist deutlich: Der WG621E kostet als Komplettset rund 72 Euro, der WG633E solo rund 97 Euro.

Wie lange läuft der Worx Nitro Hydroshot WG633E mit einer Akkuladung?

Eine Laufzeitangabe veröffentlicht Worx für dieses Modell nicht. Der im Set beiliegende Akku WA3014 hat 4,0 Ah und damit die doppelte Kapazität des 2-Ah-Akkus, der in Vergleichsgeräten steckt. Zum Einordnen: Einhell nennt für Geräte dieser Klasse mit 2,0 Ah rund 13 Minuten, der bürstenlose Motor arbeitet zudem effizienter. Eine Herstellerzusage ist das ausdrücklich nicht.

Aus welchen Wasserquellen kann der Worx Nitro Hydroshot WG633E ansaugen?

Worx nennt Flaschen, Eimer, Schwimmbecken und Seen. Im Lieferumfang liegt ein 6 Meter langer Saugschlauch, dazu ein Flaschenadapter für handelsübliche PET-Flaschen. Die maximale Ansaughöhe beträgt laut Handbuch 1,5 Meter, das Gerät darf also anderthalb Meter über dem Wasserspiegel geführt werden. Alternativ läuft es am Gartenschlauch mit bis zu 6 bar Zulaufdruck.

Was bringt der bürstenlose Motor beim Worx WG633E?

Zwei Dinge. Erstens fällt das Verschleißteil weg: Ein Motor mit Kohlebürsten trägt diese im Betrieb ab, ein bürstenloser Motor kommutiert elektronisch. Zweitens steigt der Wirkungsgrad, weniger Energie geht als Wärme verloren. Bei einem Akkugerät schlägt das direkt in Arbeitszeit um, das Gerät bewegt mehr Wasser aus derselben Akkuladung.

Reicht der Worx Nitro Hydroshot WG633E für die Terrasse?

Zum Abspülen von Staub, Pollen und losem Schmutz ja, für festsitzenden Grünbelag in Plattenfugen nicht. 38 bar sind oberer Mitteldruck, Fugenbewuchs löst sich erst ab rund 100 bar. Der WG633E kommt an angetrockneten Verschmutzungen deutlich weiter als ein 24-bar-Gerät, ersetzt aber kein Hochdruckgerät wie den Kärcher K 4 Classic oder die Einhell HYPRESSO 36/105.

Wie viel Wasser verbraucht der Worx Nitro Hydroshot WG633E?

220 Liter pro Stunde, also rund 3,7 Liter pro Minute. Ein 10-Liter-Eimer reicht damit für knapp 3 Minuten, ein 20-Liter-Kanister für rund 5,5 Minuten, ein 200-Liter-Regenfass für etwa 55 Minuten. Für eine komplette Autowäsche mit 8 bis 12 Minuten Sprühzeit brauchst Du rund 30 bis 44 Liter. Ein netzbetriebener Hochdruckreiniger mit 420 l/h verbraucht dafür fast das Doppelte.

Ist beim Worx Nitro Hydroshot WG633E ein Akku dabei?

Das hängt von der Variante ab. Der WG633E.9 ist das Solo-Gerät ohne Akku und Ladegerät und kostet rund 97 bis 126 Euro. Der WG633E ist das Set mit dem 4-Ah-Akku WA3014 und dem 2-A-Ladegerät WA3880 für rund 138 bis 174 Euro. Der Aufpreis von rund 41 bis 48 Euro entspricht ungefähr dem Einzelpreis der beiden Teile.

Passt der Worx-Akku auch in andere Geräte?

Ja. Der WA3014 gehört zur PowerShare-Plattform von Worx, die Akkus sind laut Hersteller mit allen 20-V-, 40-V- und 80-V-Werkzeugen der Marke kompatibel. Dieselben Akkus treiben Rasentrimmer, Heckenscheren, Kettensägen, Laubbläser und Akkuschrauber an. Wer bereits ein Worx-Gerät besitzt, kann zum Solo-Gerät greifen.

Welcher Worx Hydroshot ist der richtige?

Wer einen leichten Allrounder für Auto, Rad und Ausrüstung sucht und noch keinen Akku besitzt, fährt mit dem WG621E im Komplettset für rund 72 Euro am günstigsten. Wer regelmäßig gegen angetrockneten Schmutz arbeitet, mehr Durchfluss will oder bereits PowerShare-Akkus im Haus hat, bekommt beim WG633E für rund 97 Euro solo die deutlich kräftigere Technik mit bürstenlosem Motor.

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