Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic (Stationärer Profi-Hochdruckreiniger)

Stationärer Profi-Hochdruckreiniger · Kärcher

Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic (stationärer Profi-Hochdruckreiniger)

  • 50 bis 210 bar Arbeitsdruck und 500 bis 1.000 l/h, stufenlos direkt an der Pumpe einstellbar
  • Kurbelwellenpumpe mit Messing-Zylinderkopf und Keramikkolben, 4-poliger Drehstrommotor mit Luft- und Wasserkühlung
  • Stationär: Stahlrohrrahmen für Wandmontage oder Aufstellung auf vier Standfüßen, Anschluss an ein festes Rohrnetz möglich
  • 8 kW an 400 V, 16 A träge abgesichert, 86 dB(A) garantierte Schallleistung
  • EASY!Lock-Pistole, 840-mm-Strahlrohr, Powerdüse und 10 m Schlauch DN 8 im Lieferumfang

Preis bei Amazon

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Rezension der ABC-Redaktion · Veröffentlicht am

Technische Daten

Geräteklasse stationärer Kaltwasser-Hochdruckreiniger für den Dauereinsatz (Kärcher Professional, Superklasse)
Bestellnummer 1.367-411.0
EAN 4054278967448
Arbeitsdruck 50–210 bar (5–21 MPa), stufenlos an der Pumpe
Max. Druck 270 bar (27 MPa)
Fördermenge 500–1.000 l/h (max. 16,7 l/min)
Anschlussleistung 8 kW
Elektrischer Anschluss 400 V, 3~, 50 Hz (Datenblatt: 376–424 V); Netzabsicherung 16 A träge (Charakteristik C); IPX5
Verlängerungskabel bis 10 m mit 2,5 mm², bis 30 m mit 4 mm²
Motor 4-poliger, langsam laufender Drehstrommotor mit Luft- und Wasserkühlung, Motorschutzschalter und Wicklungsschutzkontakt
Pumpe Kurbelwellenpumpe mit Messing-Zylinderkopf und Keramikkolben, Ansaugfunktion
Pumpenöl 0,65 l Motoröl SAE 15W-40; Ölstandsschauglas und Ölmessstab mit Entlüftungsventil
Abschaltung Druckschalter (Motor läuft nur bei gezogenem Abzug), Überströmventil
Wasserzulauf max. 10 bar, bis 60 °C, mindestens 20 l/min; Zulaufschlauch mind. 7,5 m und 1 Zoll; Wassereingang aus Messing
Ansaugen aus Behältern bis 0,5 m Ansaughöhe mit Saugschlauch und Saugfilter 4.730-012.0 (Zubehör)
Wasserfilter integrierter Wasserfeinfilter, werkzeuglos auszubauen
Lieferumfang Gerät, Hochdruckpistole EASY!Lock Classic, Strahlrohr 840 mm, Powerdüse 050, Hochdruckschlauch 10 m DN 8 (315 bar)
Rückstoßkraft der Pistole 57 N
Aufstellung Wandmontage über Aufhängeösen oder Standgerät auf 4 Standfüßen, Stahlrohrrahmen mit Zubehörfach
Netzkabel 5 m
Gewicht 50,2 kg mit Zubehör laut Datenblatt, 48,4 kg typisches Betriebsgewicht laut Anleitung
Abmessungen (L × B × H) 720 × 522 × 418 mm
Schalldruck / Schallleistung 69 dB(A) am Bediener (Unsicherheit 3 dB(A)); 86 dB(A) Schallleistung inklusive Unsicherheit
Hand-Arm-Vibration 2,8 m/s² (Unsicherheit 0,8 m/s²)
Wartung wöchentlich Ölstand und Feinfilter prüfen; alle 500 Betriebsstunden, mindestens jährlich, Wartung durch den Kundendienst
Preis – bei Amazon (Fachhändler); Kärcher nennt keinen Listenpreis, nur „Angebot anfordern“

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 1.000 l/h bei 210 bar, das spült auch große Flächen und schwere Maschinen in kurzer Zeit sauber
  • Kurbelwellenpumpe mit Keramikkolben und langsam laufender Vierpolmotor, gebaut für tägliche Dauereinsätze
  • Druck und Wassermenge stufenlos an der Pumpe, dazu Zulauf bis 60 °C
  • Wand- oder Bodenmontage, als feste Waschstation an ein Rohrnetz mit mehreren Entnahmestellen anschließbar
  • 86 dB(A) Schallleistung, leiser als die mobile 230-V-Kompaktklasse von Kärcher

Das spricht dagegen

  • Braucht einen 400-V-Drehstromanschluss mit 16 A und mindestens 20 Liter Zulauf pro Minute
  • Preis der Profiklasse, bei Amazon über einen einzelnen Fachhändler deutlich vierstellig, Kärcher selbst verkauft nur auf Anfrage
  • Rund 50 kg ohne Räder, zum Umsetzen braucht es zwei Personen oder einen Plattformwagen
  • Kein Reinigungsmittelsystem an Bord, Schaumlanze oder Injektor kosten extra
  • 57 N Rückstoß an der Pistole, beim langen Arbeiten mit der Lanze kräftezehrend

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,0
Leistung & Druck 5,0
Ausstattung 3,5
Verarbeitung & Haltbarkeit 5,0
Handhabung 3,0

Gesamtwertung: 3,9 / 5

Der Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic ist ein stationärer Kaltwasser-Hochdruckreiniger für den täglichen Dauereinsatz: 50 bis 210 bar, bis 1.000 l/h, 8 kW an 400 Volt und eine Kurbelwellenpumpe mit Keramikkolben. Er hängt an der Wand oder steht auf vier Füßen und wird oft fest an ein Rohrnetz angeschlossen. Kärcher nennt in Deutschland keinen Listenpreis, bei Amazon liefert ein Fachhändler das Gerät für einen deutlich vierstelligen Betrag. Grundlage der Einordnung sind das Kärcher-Datenblatt zu 1.367-411.0, die gemeinsame Betriebsanleitung der S-ST-Classic-Reihe und die Amazon-Listung.

Was S, ST und Classic bedeuten

Die Bezeichnung ist bei Kärcher eine Kurzform des Datenblatts: HD für Hochdruck, 10 für rund 1.000 l/h, 21 für 210 bar, 4 für den vierpoligen Motor. ST heißt stationär, Classic ist die vereinfachte Ausstattungslinie mit robusten Grundfunktionen und Classic-Zubehör. Im deutschen Katalog steht die 10/21-Klasse heute nur noch fest installiert. Die früheren fahrbaren Ausführungen HD 10/21-4 S und HD 10/21-4 S Plus führt Kärcher dort nicht mehr; wer ein Gerät auf Rädern in dieser Leistung sucht, landet beim HD 10/23-4 S.

Für den Käufer heißt das: Dieses Gerät gehört an einen festen Ort. Typische Plätze nennt Kärcher selbst, etwa Stallungen, Autohäuser und Tankstellen, Werkstätten, Bauhöfe und Logistikhallen. Wer zu Hause die Terrasse reinigt, ist hier falsch, dafür gibt es die Haus-und-Garten-Reihe.

210 bar und 1.000 Liter: was die Werte im Alltag heißen

Mit der Standarddüse 050 arbeitet die Pumpe laut Anleitung mit 21 MPa, also 210 bar, und fördert 16,7 Liter pro Minute. Das ist gut das Doppelte eines starken Haus-und-Garten-Geräts wie des Kärcher K 7 Comfort Premium mit 600 l/h. Der Druck löst den Schmutz, die Wassermenge trägt ihn weg. Bei Traktorreifen, Stallgassen oder einem Lkw-Unterboden entscheidet die Menge über das Arbeitstempo; wie beide Größen zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Wie viel bar braucht ein Hochdruckreiniger?

Druck und Wassermenge regelt man stufenlos direkt an der Pumpe, zwischen 50 und 210 bar beziehungsweise 500 und 1.000 l/h. Beim Herunterregeln öffnet das Überströmventil und leitet einen Teil des Wassers zur Saugseite zurück. Eine Servo-Steuerung an der Pistole, wie sie die besser ausgestatteten HD-Geräte haben, gibt es beim Classic nicht.

Der Wasserverbrauch ist entsprechend: Eine halbe Stunde Sprühzeit bei voller Menge sind rund 500 Liter. Wer die Menge am Regler halbiert, spart die Hälfte, verliert aber Spülwirkung. Was der Hochdruckreiniger im Vergleich zum Gartenschlauch verbraucht, rechnet der Ratgeber Wasserverbrauch beim Hochdruckreiniger vor.

Kurbelwellenpumpe mit Keramikkolben

Herzstück ist eine Kurbelwellenpumpe: Eine Kurbelwelle treibt die Kolben über Pleuel an, ähnlich wie im Verbrennungsmotor. Diese Bauart ist für lange Laufzeiten ausgelegt, Kärcher verspricht laut Datenblatt „lange Standzeiten bei geringen Wartungskosten“. Die Heimgeräte arbeiten dagegen meist mit Axialkolbenpumpen über eine Taumelscheibe. Kärcher kombiniert sie mit einem Zylinderkopf aus Messing und Kolben mit Keramikhülsen, die gegen Verschleiß durch Kalk und feine Partikel unempfindlich sind.

Die Pumpe läuft im Ölbad mit 0,65 Liter Motoröl SAE 15W-40. Ein Schauglas zeigt den Stand von außen, dazu kommt ein Ölmessstab mit Entlüftungsventil, der vor der ersten Inbetriebnahme den roten Transportstopfen ersetzen muss. Wird das Öl milchig, ist Wasser eingedrungen; laut Anleitung darf das Gerät dann nicht laufen. Welche Hochdruckreiniger überhaupt Öl brauchen und wie man es wechselt, steht im Ratgeber Hochdruckreiniger Öl.

Langsamer Motor, 8 kW und Drehstrom

Angetrieben wird die Pumpe von einem 4-poligen Drehstrommotor mit Luft- und Wasserkühlung. Vierpolig heißt: Der Motor dreht bei 50 Hertz nur rund halb so schnell wie ein zweipoliger. Das senkt den Verschleiß an Lagern und Dichtungen und hält die Temperatur niedrig. Bei Überlastung schaltet ein Motorschutzschalter ab, bei thermischer Überlastung der Wicklung ein Wicklungsschutzkontakt.

Die 8 kW Anschlussleistung passen nicht mehr an eine Schuko-Steckdose, deren Grenze bei 3,68 kW liegt. Kärcher verlangt 400 Volt Drehstrom, abgesichert mit 16 A träge (Charakteristik C), und schreibt für Verlängerungen 2,5 mm² bis 10 m und 4 mm² bis 30 m vor. Eine fest verdrahtete Verbindung ist ausdrücklich verboten, der Stecker dient als Netztrennung. Welche CEE-Dose zu welcher Maschinenleistung gehört, erklärt der Ratgeber Hochdruckreiniger mit Starkstrom.

Wand, Boden oder festes Rohrnetz

Der Stahlrohrrahmen umschließt Motor und Pumpe und lässt sich auf zwei Arten aufstellen: an einer tragfähigen Wand über die Aufhängeösen oder als Standgerät auf vier Standfüßen. Räder hat der Classic nicht. Mit 48,4 kg Betriebsgewicht (laut Datenblatt 50,2 kg mit Zubehör) schreibt die Anleitung für jedes Anheben mindestens einen Helfer vor.

Interessant für Betriebe ist der Anschluss an ein fest installiertes Hochdruck-Rohrnetz. Das Gerät steht dann im Technikraum, und an mehreren Stellen auf dem Hof hängen Entnahmestellen mit Schlauch und Pistole. Kärcher verweist dafür auf das VDMA-Einheitsblatt 24416 und verlangt den Anschluss über eine Hochdruck-Schlauchleitung, damit die Vibration nicht in die Rohre läuft. Ist der Druckverlust im Netz größer als im 10-m-Standardschlauch, gehört eine größere Düse aufs Strahlrohr.

Wasser: 20 Liter pro Minute und Systemtrenner

Die Wasserversorgung muss mindestens 20 Liter pro Minute liefern, gut drei Liter mehr, als das Gerät fördert. Ein dünner Gartenhahn schafft das oft nicht, deshalb verlangt Kärcher einen Zulaufschlauch mit mindestens 1 Zoll Durchmesser und 7,5 m Länge. Der Zulauf darf bis 60 °C warm und bis 10 bar stark sein; warmes Wasser löst Fett und Öl an Maschinen leichter. Wann sich stattdessen ein Gerät mit eigenem Brenner lohnt, beschreibt der Ratgeber Heißwasser-Hochdruckreiniger elektrisch.

Am öffentlichen Trinkwassernetz ist ein Systemtrenner nach EN 12729 Typ BA Pflicht, er sitzt an der Wasserversorgung und nie direkt am Gerät. Ohne Leitung saugt die Pumpe mit Saugschlauch und Filter aus Behältern an, bis 0,5 m Ansaughöhe. Kärcher erlaubt laut Anleitung auch Recyclingwasser, solange es Grenzwerte etwa für den pH-Wert (6,5 bis 9,5) einhält. Ein integrierter Wasserfeinfilter schützt die Pumpe und lässt sich werkzeuglos ausbauen.

EASY!Lock, Powerdüse und 57 Newton Rückstoß

Im Karton liegen eine Hochdruckpistole EASY!Lock Classic, ein 840-mm-Strahlrohr, eine Powerdüse und 10 m Hochdruckschlauch DN 8 mit 315 bar Belastbarkeit. EASY!Lock verbindet die Teile mit einer Umdrehung. Ein Dreckfräser fehlt, ebenso jede Reinigungsmittel-Ansaugung: Schaum gibt es nur über eine Becherschaumlanze, einen Injektor oder eine Dosiereinheit als Zubehör.

Die Rückstoßkraft von 57 N ist das Doppelte der 26,6 N beim mobilen HD 6/13 C Plus. Wer stundenlang mit der Lanze arbeitet, spürt das in Unterarm und Schulter. Kärcher bietet als Zubehör die EASY!Force-Pistole an, die den Rückstoß zum Halten des Abzugs nutzt, dazu einen Zusatzhandgriff fürs Strahlrohr. Die Hand-Arm-Vibration liegt mit 2,8 m/s² dagegen niedrig.

Wartung und Lautstärke

Die Anleitung legt einen klaren Plan fest: vor jedem Betrieb Kabel, Schlauch und Pistole prüfen und auf Dichtheit achten (bis zu drei Tropfen pro Minute sind zulässig), wöchentlich Ölstand und Feinfilter, alle 500 Betriebsstunden, mindestens jährlich, eine Wartung durch den Kundendienst. Kärcher bietet dafür Inspektions- und Wartungsverträge über den Händler an. Bei Frost wird das Gerät komplett entleert und mit Glykol-Frostschutzmittel gespült.

Mit 69 dB(A) Schalldruck und 86 dB(A) Schallleistung ist der HD 10/21-4 S ST Classic leiser als die mobilen 230-V-Profigeräte von Kärcher mit 88 dB(A). Die stärkeren Schwestermodelle HD 10/25-4 und HD 13/18-4 kommen laut Anleitung auf 91 dB(A). Wie sich solche Werte im Alltag anhören, ordnet der Ratgeber Lautstärke von Hochdruckreinigern ein.

Die Schwestermodelle der S-ST-Classic-Reihe

Die gemeinsame Anleitung nennt fünf Geräte im selben Rahmen. Sie unterscheiden sich nur in Pumpe, Düse und Motorleistung:

ModellBetriebsdruckFördermengeAnschlussleistungZulauf mind.RückstoßSchallleistungGewicht
HD 9/20-4 S ST Classic200 bar900 l/h7 kW18 l/min50 N88 dB(A)44,8 kg
HD 10/21-4 S ST Classic210 bar1.000 l/h8 kW20 l/min57 N86 dB(A)48,4 kg
HD 10/25-4 S ST Classic250 bar1.000 l/h8,8 kW20 l/min63 N91 dB(A)48,4 kg
HD 13/18-4 S ST Classic180 bar1.300 l/h8,8 kW25 l/min69 N91 dB(A)48,4 kg
HD 17/15-4 S ST Classic150 bar1.700 l/h9 kW31,6 l/min85 N93 dB(A)59,2 kg

Werte laut gemeinsamer Betriebsanleitung, Betriebsdruck mit Standarddüse, Gewicht als typisches Betriebsgewicht. Der HD 10/21 ist die Mitte der Reihe und zugleich ihr leisestes Gerät. Mehr Druck für eingebrannten Schmutz bringt der HD 10/25-4, mehr Wasser für große Flächen der HD 13/18-4. Beide kosten 0,8 kW mehr Anschlussleistung und 5 dB(A) mehr Lärm.

Classic gegen den voll ausgestatteten HD 10/21-4 ST

Neben dem Classic führt Kärcher den HD 10/21-4 ST (1.524-963.0) mit denselben Eckwerten: 50 bis 210 bar, 500 bis 1.000 l/h. Er bringt laut Datenblatt einen Vorlagebehälter mit Schwimmerventil, Trockenlaufschutz, eine Reinigungsmitteldosierung und die Vorbereitung für Servo Control und Fernbedienung mit, dazu einen pulverbeschichteten Stahlrahmen mit Abdeckung. Dafür wiegt er 74 kg statt rund 50 kg und braucht 7,5 statt 8 kW.

Die Wahl hängt am Einsatz: Wer eine Waschstation mit wechselnden Bedienern, Reinigungsmittel und Fernstart plant, bekommt beim ST die Technik dafür eingebaut. Wer eine robuste Pumpe für sauberes Leitungswasser an einem festen Platz sucht, kommt mit dem Classic aus und spart Gewicht und Technik, die gewartet werden will.

Für wen sich der HD 10/21-4 S ST Classic lohnt

Das Gerät passt zu Landwirtschaft, Fuhrparks, Kfz-Betrieben, Bauhöfen und Lebensmittel- oder Logistikbetrieben, die täglich reinigen und einen festen Waschplatz mit Drehstrom haben. Die Kurbelwellenpumpe und der langsame Motor sind für viele Betriebsstunden gebaut, die Wand- oder Bodenmontage hält den Arbeitsplatz frei.

Für Haus und Hof ohne Gewerbe ist es überdimensioniert. Wer ein Profigerät auf Rädern mit 230 Volt sucht, findet es in der Kompaktklasse mit dem Kärcher HD 5/15 C Plus oder einem fahrbaren Gerät mit Trommel wie dem Kränzle K 1154 TST.

Einordnung gegen die Profi-Klasse

ModellArbeitsdruckFördermengeAnschlussAufstellungGewichtPreis (ca.)Note
Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic50–210 bar1.000 l/h400 V, 8 kWstationär48,4 kgPreis bei Amazon3,9
Kärcher HD 6/13 C Plus + FR Classic130 bar590 l/h230 V, 2,9 kWfahrbar28,4 kgUVP 1.077 €3,9
Kärcher HD 5/15 C Plus150 bar500 l/h230 V, 2,8 kWfahrbar26,1 kgUVP 940 €3,9
Kränzle K 1154 TST30–140 bar600 l/h230 V, 2,95 kWfahrbar, Trommel33 kgPreis bei Amazon4,1

Werte laut Hersteller-Datenblättern und Anleitungen, Noten aus unseren Rezensionen. Der HD 10/21-4 S ST Classic liefert fast doppelt so viel Wasser wie die 230-V-Profigeräte und deutlich mehr Druck. Dafür ist er an Drehstrom und einen festen Platz gebunden und kostet mehr als das Doppelte.

Fazit

Der Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic ist ein Arbeitsgerät für den festen Waschplatz: 210 bar, 1.000 l/h, Kurbelwellenpumpe mit Keramikkolben, langsamer Vierpolmotor, Wand- oder Bodenmontage. Er ist das leiseste Gerät seiner Reihe und wartungsfreundlich mit Schauglas, werkzeuglosem Filter und klarem Serviceplan.

Die Abstriche sind gewollt: kein Fahrwerk, keine Reinigungsmittel-Ansaugung, kein Komfort an der Pistole und ein hoher Rückstoß. Wer täglich Fahrzeuge, Maschinen oder Ställe reinigt und Drehstrom am Waschplatz hat, bekommt eine Pumpe für Jahre. Wer Reinigungsmittel und Fernbedienung braucht, schaut sich den HD 10/21-4 ST an, wer mobil bleiben will, die Kompaktklasse mit 230 Volt.

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Häufige Fragen

Wie viel bar hat der Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic?

Der Arbeitsdruck lässt sich laut Kärcher stufenlos von 50 bis 210 bar einstellen, der maximale Druck liegt bei 270 bar. Die Betriebsanleitung bestätigt 21 MPa Betriebsdruck mit der Standarddüse 050 und 27 MPa maximal zulässigen Betriebsüberdruck.

Was bedeutet die Bezeichnung HD 10/21-4 S ST Classic?

HD steht für Hochdruck, 10 für rund 1.000 Liter pro Stunde, 21 für 210 bar und die 4 für den vierpoligen Motor, der langsamer dreht als ein zweipoliger. ST bedeutet stationär. Classic ist bei Kärcher die vereinfachte Ausstattungslinie mit robusten Grundfunktionen und Classic-Zubehör.

Welchen Stromanschluss braucht der HD 10/21-4 S ST Classic?

Einen Drehstromanschluss mit 400 Volt, drei Phasen und 50 Hertz, abgesichert mit 16 Ampere träge (Charakteristik C). Die Anschlussleistung liegt bei 8 kW. Kärcher verlangt Verlängerungskabel mit 2,5 mm² bis 10 m und 4 mm² bis 30 m. Eine Schuko-Steckdose reicht nicht.

Wie viel Wasser braucht der Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic?

Das Gerät fördert bis zu 1.000 Liter pro Stunde, also rund 16,7 Liter pro Minute. Die Wasserversorgung muss laut Anleitung mindestens 20 Liter pro Minute liefern, bei höchstens 10 bar Zulaufdruck. Der Zulaufschlauch muss mindestens 7,5 m lang sein und 1 Zoll Durchmesser haben.

Was ist der Unterschied zwischen HD 10/21-4 S ST Classic und HD 10/21-4 ST?

Beide liefern 50 bis 210 bar und 500 bis 1.000 l/h. Der HD 10/21-4 ST (1.524-963.0) ist die vollausgestattete Variante mit 74 kg, Vorlagebehälter mit Schwimmerventil, Trockenlaufschutz, Reinigungsmitteldosierung und Vorbereitung für Fernbedienung und Servo Control. Der Classic verzichtet darauf, wiegt rund 50 kg und ist einfacher aufgebaut.

Kann man den HD 10/21-4 S ST Classic an der Wand montieren?

Ja, das Gerät eignet sich laut Anleitung für die Wandmontage oder als Standgerät auf vier Standfüßen. Für die Wand braucht es eine tragfähige senkrechte Wand und passende Befestigungsmittel, das Gerät hängt waagerecht an seinen Aufhängeösen. Kärcher empfiehlt im Zweifel eine Fachkraft für die Montage.

Welches Öl braucht der Kärcher HD 10/21-4 S ST Classic?

Die Hochdruckpumpe läuft mit 0,65 Liter Motoröl der Viskosität SAE 15W-40. Den Stand prüft man wöchentlich am Schauglas oder am Ölmessstab. Ist das Öl milchig, ist Wasser eingedrungen, und das Gerät darf laut Kärcher nicht mehr in Betrieb gehen, bis der Service es geprüft hat.

Wie laut ist der HD 10/21-4 S ST Classic?

Die Anleitung nennt 69 dB(A) Schalldruck am Bediener mit 3 dB(A) Unsicherheit und 86 dB(A) Schallleistung. Das ist leiser als die mobilen 230-V-Geräte HD 5/15 C und HD 6/13 C mit 88 dB(A) und deutlich leiser als die stärkeren Schwestermodelle HD 10/25-4 und HD 13/18-4 mit 91 dB(A).

Kann der HD 10/21-4 S ST Classic Reinigungsmittel versprühen?

Nicht ab Werk. Laut Anleitung geht das nur mit optionalem Zubehör wie einer Becherschaumlanze, einem Reinigungsmittel-Injektor oder einer Dosiereinheit. Die Becherschaumlanze arbeitet mit drei Blenden für hohe, mittlere und niedrige Zumischung.

Gibt es den HD 10/21-4 S auch fahrbar?

Im aktuellen deutschen Kärcher-Katalog steht die 10/21-Klasse nur stationär, als S ST Classic und als vollausgestatteter HD 10/21-4 ST. Ältere mobile Ausführungen wie der HD 10/21-4 S und der HD 10/21-4 S Plus führt Kärcher dort nicht mehr. Der fahrbare Nachfolger in dieser Leistungsklasse ist der HD 10/23-4 S.

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